Beiträge mit Schlagwort ‘usability’

User Experience Podcast: Faustregeln hinterfragt

Was ist wahr an Faustregeln für Web-Usability?

Gerry Gaffney widmete dieser Frage seine erste Ausgabe von UXPod – User Experience Podcast.

Gaffney bespricht zwei weit verbreitete Annahmen:

  • Eine Web-Navigation soll «sieben plus/minus zwei» Rubriken haben.
  • Inhalte sollen mit drei Klicks erreichbar sein.

Gaffney schwächt diese Regeln ab und weist darauf hin, dass die «Sieben-Rubriken-Regel» ursprünglich aussagte, dass sich das menschliche Hirn an maximal sieben Dinge erinnern könne. Auf Websites ginge es jedoch nicht darum, Rubriken auswendig zu lernen, sagt Gaffney.

Entscheidend sei, dass die Website-Besucher Rubrikenbezeichnungen und Links vorfänden, die für sie verständlich seien. Folgen Besucher solchen Links und finden sie weiter treffende Informationen, käme es schliesslich auch nicht auf die Anzahl Klicks an.

Lieber viele Links mit Bezeichnungen, die den Besuchern etwas sagen und ihnen so eine Spur zu den Inhalten legen. Das ist auch Jared M. Spools Lehre vom Scent of Information.

Von UXPod gibt es bis heute drei Episoden. Hoffentlich werden es mehr.

(Via WebWord.)

«Kirchenbote» testet Kirchen-Websites

Der Zürcher «Kirchenbote» hat die Websites von evangelisch-reformierten Kirchgemeinden unter die Lupe genommen und Die zehn besten Zürcher Kirchgemeinden-Websites erkoren.

Beurteilt wurde nach den Kriterien Information/Übersicht, Layout/Design und Kommunikation. Für die Bewertung war die deutsche Online-Redaktorin Katrin Jurzig verantwortlich. In Ihrer Gesamtbeurteilung streicht sie die Bedeutung des Contents heraus:

Häufig werde auch in ein gutes Layout investiert, doch die regelmässige Pflege der Seiten lasse zu wünschen übrig, bemängelt die Online-Redaktorin. Ein Internet-Auftritt zeichne sich durch Aktualität aus. Alte Termine sollten daher unbedingt entfernt werden. Auch müsse auf die Art der Texte geachtet werden: Knapp und präzis formuliert und in einer angenehmen Schriftgrösse mit genügend Abständen dargestellt.

Kein Thema im Test war, wie es scheint, die Barrierefreiheit.Der Artikel Die Kunst der Domestizierung wirft ein Licht auf das Umfeld, in welchem kirchliche Websites entstehen und gepflegt werden: Geringe finanzielle Mittel und knappes Personal. Meist sind es Teilzeitmitarbeitende oder Freiwillige, die die Inhalte pflegen. Deshalb empfehle der Internet-Verantwortliche der Kantonalkirche den Kirchgemeinden ein Content-Management-System, heisst es.

Was es aber trotz CMS immer noch braucht: Schreib-Training für Texte im Web.

Weil das Internet so kompliziert ist

Ich schreibe an einem neuen Beitrag für mein Internet-Tutorial: «Warum ist das Internet so kompliziert?».

Für so viele Leute ist das Internet ein Mysterium. Ich möchte einige kritische Punkte ansprechen und Erklärungen geben.

Mir fällt auf, dass die Benutzungsfreundlichkeit des Internets als Gesamtes – nicht bloss die Web-Usability – sehr unbefriedigend ist. Alles sehr kompliziert. Aber warum nur?