Beiträge mit Schlagwort ‘tv’
Grosse Schau für kleine Abzüge
«Immer grösser», so geht der Trend bei der Technologie und der Präsentation in der Fotografie. Auffallend kleine Originalabzüge sah ich dagegen in der André Kertész-Retrospektive im Fotomuseum Winterthur.
Besonders die frühen Arbeiten aus Ungarn sind in der Grösse von zirka 4,5×6 cm ausgestellt. Die Betrachter müssen nahe ran, nicht jedes Detail ist auf den ersten Blick zu erkennen, es wirken die groben Strukturen des Bildes.
Ein solches Bilderlebnis gefällt mir. Auch schon die Winterthurer Ausstellung und das Buch «What you see» faszinierten mich wegen ihrer kleinen Bildern. Ein schönes Format, nach meinem Geschmack, haben auch alte Kontaktabzüge oder Postkarten.
Weil ich meine Fotos zu stark vergrösserte, war ich von einigen eigenen Versuchen in den letzten Jahren enttäuscht. So etwa in einem Blurb-Buch oder Vergrösserungen für in einen Rahmen.
Jetzt hat mich die Ausstellung dazu angeregt, wirklich kleine Prints zu erstellen. Entsprechend habe ich die Bilder bearbeitet und quadratische Fotos in der Grösse von 4,5×4,5 cm mit weissem Rand für einen 10×15-Abzug zum Fotoservice geschickt. Ich möchte besonders meine Lochkamera-Paarbilder in diesem Format erleben und auch zwei Schneefotos in Farbe aus dem Val Strem in Sedrun aus den Winterferien. Sie sollen dann in einen Rahmen kommen und an einem Platz im Haus an die Wand.
Hier der Beitrag von «Kulturplatz» des Schweizer Fernsehens zur Kertész-Schau:
Und noch etwas: Könnte es sein, dass Kertész im Filmausschnitt von 1982 aus Paris mit einer Fujica G690 fotografiert?
Mit Block und Bleistift ins Kino
Vor dem Film kommt die Werbung. Mir ist aufgefallen, dass die Hauptbotschaft vieler Werbefilme eine WWW-Adresse war.
Jetzt fragen Sie mich einmal, an wie viele dieser Internet-Links ich mich erinnern kann? An keine einzige.
Im Kino sitzen Leute, die sich auf einen Film freuen. Sie sind wohl kaum in der Lage, am Computer eine Internetadresse sofort einzutippen. Vielleicht haben sie einen Notizblock in der Tasche. Diesen kramen sie jetzt aber lieber nicht hervor. Im Handy könnten sie eine Notiz eingeben, doch das haben sie bereits abgeschaltet.
Das Problem ist bekannt aus Podcasts. Viele Podcaster sind zurückhaltend im Angeben von Internet-Adressen. Denn die meisten Hörer befinden sich wahrscheinlich nicht am Computer, sondern unterwegs auf der Strasse oder im Zug.
Etwas weniger problematisch sind Internet-Adressen wohl im Fernsehen. Es ist anzunehmen, dass ein Notizblock oder der Computer in der Wohnung leicht greifbar sind.
Die Situation erinert mich an die Zeit, als wir als Kino-Werbungs-Kontrolleure unterwegs waren. Unsere Aufgabe war es, die Reihenfolge der Werbefilme aufzuschreiben und der Werbefirma zu melden. Nach der Werbung durften wir sitzen bleiben. So kamen wir zu vielen Gratiseintritten. Damals sassen wir tatsächlich mit Notizblock und Bleistift im Kinosessel. Dafür wurden wir auch oft schräg angeschaut.
Auf den Hintergrund achten
Beim Fotografieren oder Filmen von Menschen sollte auf den Hintergrund geachtet werden. Es ist wenig vorteilhaft, wenn sich ein Kirchturm, ein Baumstamm oder ein Hirschgeweih genau hinter dem porträtierten Kopf befindet.
Manchmal halten sich auch die Kameraleute des Schweizer Fernsehens nicht an diese Grundregel der Bildgestaltung:
