Beiträge mit Schlagwort ‘stativ’

Was einer mit sich herum trägt

What's in my bag
Aufs Bild klicken und bei Flickr die Notes lesen.

Die Idee ist schon alt und offenbar auch unter Fotofreunden beliebt. So ein Foto vom Tascheninhalt mag einiges über eine Person verraten. Jedenfalls gibt es bei Japan Camera Hunter in der Reihe In your bag viele Taschen zu sehen und Fotografenporträts zu lesen.

Auf meinem Bild ist zu sehen, was ich in der Regel an einem meiner Foto-Samstagnachmittage mit mir herum trage – hier in der Fujica-G690-Konfiguration. Diese Kamera verstaue ich in einer Innentasche, die dann in die Freitagtasche kommt. Dazu das Stativ. Als weiteres Fotozubehör ist ein Belichtungsmesser, ein Drahtauslöser und eine Wasserwaage (nicht im Bild) dabei. Die zweite Kamera wechselt natürlich immer, auf dem Bild ist stellvertretend für alle anderen Optionen die Yashica T5 zu sehen.

Weiter geht es bei mir nicht ohne meinen Hut (oder Kappe), dem iPhone und den Kopfhörern sowie dem Portemonnaie. Schliesslich habe ich einen Notizblock, meine Lieblingsschreiber und ein Exemplar meines Blattes «20 Kompositionen» im Innenfach der Tasche.

Ich mache hier im Weblog kein Namedropping aller Marken. Auf Flickr in den Notes zum Bild können die Produktbezeichnungen nachgelesen werden.

Einzig Freitag wurde genannt und ich will nochmals sagen, dass mich diese Tasche schon auf den Gotthard, nach Wien und nach Guernsey und überhaupt jeden Tag begleitet hat. Ich brauche keine andere, «richtige» Fototasche.

Stativ für Kompaktkameras: Slik Sprint

Der Man with a Movie Camera trägt seine Kamera auf einem schweren Stativ durch die Strassen. Der Mann mit Kompaktkamera – das wäre ich – hat ein leichtes Stativ, das er auch in seine Tasche stecken kann.

Mein Stativ Slik «Sprint» habe ich vom Foto Bären in Zürich. Es hat mir gefallen, weil es einfach das ist, was es sein soll: ein Stativ zum leicht Mitnehmen.

Stativ Slik Sprint

Das «Sprint» kommt ohne Schnicknack aus, und das entspricht mir. Die Beine lassen sich in vier Elemente ausziehen. In seiner vollen Grösse kommt das Stativ bei mir fast auf Augenhöhe (max. Höhe gemäss technischer Beschreibung: 160 cm). Die Mittelsäule lässt sich auch umdrehen. Der kleine Kugelkopf hält die Kamera zuverlässig. Empfohlen ist das Stativ für Kameras bis 1,4 Kilogramm. Für alle meine Kompaktkameras (digital oder Mittelformat) bietet das Dreibein genügend Stütze.

In der Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Stand meist auch gut ist, wenn die Beine nicht ganz bis zum Anschlag nach aussen gespreizt sind. Das «Sprint» erweist sich als schnell und flexibel im Auf- und Umstellen, je nach Platzverhältnis und Aufnahmesituation. Ein etwas schiefer Stand kann mit dem Kugelkopf leicht ausgeglichen werden.

Ich war ja schon eine Weile auf der Suche nach einem neuen Stativ. Schliesslich habe ich weder das China-Stativ noch eines der beiden grossen Marken genommen. Ich finde, die japanische Stativschmiede Slik hat mit dem «Sprint» ein solides Stativ in schöner Pro-Optik am Markt, das auch recht günstig ist. Ich bin mit dem dem «Sprint» gut bedient, auch wenn es nicht alle Einstellungen erlaubt. Dafür hat es denselben Vorteil, den meine Kameras haben: es ist kompakt.

Link:
Slik Sprint bei THK Photo Products

China-Stativ: Soll ich kaufen oder nicht?

In der guten alten Fotoabteilung von Eschenmoser gibt es Stative der Marke FanCier zu kaufen. Angeschrieben sind sie als «Profi-Stativ». Ein Modell aus Alu mit kleinem Kogelkopf kostet 149 Franken, eines aus Karbon mit Dreiweg-Neiger kostet etwas mehr.

Ich habe im Laden mit dem günstigeren etwas hantiert und es ganz ausgezogen. Es fühlt sich robust und stabil an. Ich habe es auch mit einem Marken-Stativ verglichen und es fühlte sich nicht offensichtlich wackliger an.

Ich frage mich nun: Wäre das ein guter Kauf?

Im Internet habe ich über die Marke FanCier wenig herausgefunden. Offensichtlich handelt es sich um ein Produkt aus China. Eine Firmen- oder Produkte-Website war nicht zu finden, auch praktisch keine Benutzerberichte.

Auf photo.net hat ein Nutzer seine Erfahrungen mit einem FanCier-Stativ beschrieben, und dieser Bericht klingt gar nicht so schlecht. In einem Forum an einem anderen Ort fand ich die Aussage, Stative der Marken Gitzo oder Manfrotto seien einfach überteuert.

Mir ist klar: Qualität hat seinen Preis. Und mir geht auch folgendes Zitat von The-Digital-Picture.com nicht aus dem Kopf:

Skip this costly upgrade cycle and buy right the first time. Few regret buying a quality tripod – a quality tripod will make you want to use it more – your photography will improve because of it.

Ich überlege mir dennoch, ob ich mit dem Kauf des China-Statives nicht doch zufrieden wäre. Ich könnte damit auf jeden Fall mehr unternehmen, als mit meinem jetzigen.
Ist so ein Stativ etwas wert oder würde ich den Kauf tatsächlich nur bereuen?