Beiträge mit Schlagwort ‘projekt’
Herbstferienprojekt war eine Wald-Serie
In meinen Herbstferien im Oktober habe ich Wald fotografiert. Gerade passend erschien am 2. Oktober im «Magazin» die Titelgeschichte von Max Küng Der Herbstzeitlose. Die Geschichte von einem der auszog, um die Bäume lieben zu lernen.
Und in einem Buch über Zen las ich das Zitat:
Eine alte Föhre predigt Weisheit, und
Ein wilder Vogel schreit die Wahrheit aus.
Ich fotografierte im Prättigau und am Üetliberg Bäume und Wald.
Dabei herausgekommen ist die Serie «Im Wald».
Als Ferienprojekt soweit abgeschlossen. Das Thema eigentlich ein Klassiker. Deshalb wächst die Serie wahrscheinlich in Zukunft noch weiter.
GAF-Ausstellung «Hardbrücke» 17.–25. April 2009
Bald ist es soweit: Vom 17.-25. April findet die Ausstellung meiner GAF-Klasse zum Thema «Hardbrücke» statt.
Das Bild auf der Einladungskarte ist das letzte Bild auf meinem dritten Film, den ich für das Projekt belichtet hatte. Es ist ein Bild, wie ich es mir von Anfang an vorgestellt hatte.
In der Vorbereitung für unsere Arbeit für das Ausstellungs-Projekt, bekamen wir den Tipp, Inspirations-Bilder von anderen Fotografen auszuwählen, an denen wir uns für unsere Fotos orientieren könnten. Diese Idee war für mich sehr hilfreich. Inspiration fand ich bei Luciano Rigolini – wie aus der Lektüre dieses Blogs ja schon bekannt sein dürfte.
![]() Inspiration. Luciano Rigolini, «What you see». |
Der Effekt hier, aus dem fahrenden Auto heraus zu fotografieren, gefiel mir. Und mit dem Resultat bin ich zufrieden, nicht nur weil der Effekt funktioniert hat, sondern auch weil die Stimmung zu meinen übrigen Aufnahmen passt.
Wie im Konzept beschreiben, belichtete ich drei Filme für das Projekt. Vom ersten Film kamen drei Bilder in die engere Auswahl, vom zweiten Film zwei Bilder und vom dritten Film nur noch dieses eine Bild. Das ist interessant, denn es zeigt doch, dass ich bei meinen ersten Erkundungen mit der Kamera schon mit dem richtigen Gefühl an die Sache heran ging.
Ich zeige schliesslich sechs Bilder in der Ausstellung. Für mich ist dabei eine Arbeit mit konzeptionell klarem Zusammenhalt entstanden. Und ich freue mich, die Bilder einem Publikum zeigen zu können.
Ein Gedanke beschäftigt mich jetzt, nämlich, dass das Resultat einfach eine Momentaufnahme meiner Sichtweise und Möglichkeiten für die Umsetzung des Themas ist. In einem Monat – oder wohl heute schon – sehen meine Hardbrücke-Fotos vermutlich ganz anders aus. Das Werk scheint mir deshalb kaum definitiv.
Die Reise geht also weiter.
Facebook-Event-Seite zur Ausstellung
The $50 Film Camera Project: “Reporter” box camera
Mit diesem Beitrag nehme ich teil an Brian Auers Projekt The $50 Film Camera. Deshalb versuche ich, den folgenden Bericht über meine “Reporter” Boxkamera auf englisch zu schreiben.
It is a German-made box camera, I guess from the 1950s or earlier. It’s hard to find any specifications online on the camera except this auction page with a very similar camera that suggests that the manufacturer is Lindar.
The “Reporter” is a twin-lens camera. The main lens is a fix-focus 80 mm focal length lens with an f9.5 opening. The camera takes 120 roll film and exposes 6×6 cm square format frames.
The upper lens is for the viewfinder on the top of the box. It is a Brillant finder which makes it somewhat difficult to frame the shot.
Having a fix-focus, one fix f-stop and two time settings (approximately 1/60s and a bulb setting) the “Reporter” doesn’t offer much to play with, except a built-in yellow filter that is good for increasing the contrast in black and white images.
Nevertheless, taking the time to carefully frame the image is what fascinates me the most about this camera. The low-angle that is characteristic for twin-lens cameras gives some intimacy with the subject. I am usually very concentrated and totally tensed before I release the shutter.
The rather long focal length gives a close crop to the subject. The deep depth-of-field allows for images with many details. If I want to have some parts out of focus, I have to bring them closer to the foreground. The overall sharpness of the photographs is surprisingly good, I think.
Exposure works fine in sunny weather with ISO 100 speed film and the available camera settings. Using the bulb setting, all the images turned out overexposed (and thus blurred) so far.
I bought the camera on a flea market in Zurich for CHF 30 (27 US$). Without cleaning, I ran the first roll through it. Later, I opened the box and took it apart for a good cleaning. The condition of all the parts seems to be fine. It’s fascinating to see the mechanics work together to capture photographs after so many years.
All the pictures that I take with the “Reporter” box camera are in this set on Flickr. I use other vintage cameras, most of them for 6×6 medium format film, too.
And here are the 12 frames of my latest roll:
The order of the photos here is not the order of the frames on the film. I arranged them for the purpose of presentation.

This is my favorite shot of the roll. As with many other shots in this roll, I’ve experimented with a foreground that is out of focus. Here, the impression of depth works well, I think, and the light is right.

Again, an out of focus foreground.

This object was obviously a bit too close for the fix-focus lens.

Extreme out of focus foreground. Yet, the farther parts give the picture some depth.

Quite low morning light. Makes for interesting shadows.

An unintended double exposure. This may also be a feature of the camera, if used on purpose. The “Reporter” has no mechanism that prevents from exposing the same frame twice..

Indoor shot, very low light for ISO100 and the standard shutter speed of this camera.

For this shot, I turned the camera upside-down and looked through the viewfinder above my head. In Bulb mode, approx. 1 second, handheld.

Yellow filter hasn’t much of an effect on these clouds. I should have waited for clearer sky, to get a more intense effect.

I like this one too. Early morning.
That’s it. It’s fun to be part of Brian’s project. Please leave a comment, if you have something to add.
[Update] Here are all the 80 Film Cameras that participated in Brian’s project. My vote goes to #42, the review of a Chajka II.
If you want to read more of my blog posts in English, try browsing the site using the Google translation:
Der Schlüssel zur Porträtfotografie: Augenblicken Zeit lassen
In der GAF-Klasse geht es jetzt um Porträtfotografie. Am Samstag haben wir dazu zwei Übungen gemacht, die mir die Augen öffneten und aufzeigten, wie Porträts funktionieren könnten.
Es hört sich eigenartig an: in der ersten Übung steht das Model für 15 Minuten still. Der Fotograf stellt einmal das Bild ein – die Kamera auf dem Stativ – und schaut dann nicht mehr durch den Sucher. Sein Blick richtet sich ganz auf das Model, gesprochen wird während der ganzen Zeit nichts. Der Fotograf beobachtet sein Model, liest Gesichtsregungen und wartet auf den richtigen Moment. Er benutzt am besten einen Fernauslöser.
In der verstreichenden Zeit macht das Model das Bild, weil die Person in ihrer ganz eigenen Art zur Wirkung kommt. Eine Magie, die in der Fotografie wahrscheinlich sichtbar sein wird.
In der zweiten Übung lernten wir, eine Bildvorstellung genau zu formulieren und mit der Kamera einstellen.
Die Kombination der Schritte aus diesen Übungen ergibt eine klare Vorstellung von einem Porträt-Shooting. Und das könnte so ablaufen:
- Der Fotograf sucht sich die Umgebung für sein Bild.
- Mit passender Ausrüstung und Material richtet er das Bild ein und legt den Ausschnitt fest.
- Das Model stellt sich ins Bild.
- Der Fotograf achtet nur noch auf den richtigen Augenblick und löst aus, so oft bis der Ausdruck stimmt.
Jetzt gilt es, diese Schritte in einem eigenen Projekt durchzuspielen. Und das bleibt eine Herausforderung, auch wenn die Erfahrungen aus den Übungen mir doch schon ein sehr viel sichereres Gefühl geben, als ich es zuvor hatte.
Die Übungen sind dem Buch Train Your Gaze von Roswell Angier entnommen.
Von den Herausforderungen eines Fotoprojekts
In der GAF-Klasse haben wir die Aufgabe, bis Ende April eine Fotoreportage zu machen. Das ist eine grosse Herausforderung und es stellen sich so manche Fragen, wie das Projekt angegangen und umgesetzt werden soll.
Schon bevor ich mit dem Projekt angefangen hatte, war mir klar, was für mich die grösste Schwierigkeit sein würde: Mit Konzept anstatt frei fotografieren. So wie ich bisher mit meiner Kamera unterwegs war, fotografierte ich nach Lust und Laune und suchte mir die Plätze aus, die mich gerade interessierten. So ganz anders ist es, wenn ich mir zuvor überlege, was ich fotografiere, die Bilder plane, auch Menschen mit ins Bild hineinstelle.
Nach einer Woche Reportage-Aufgabe habe ich nun meine ersten Erfahrungen gemacht. Eine Idee hatte ich gefunden und einen ersten Kontakt geknüpft. Nach ein paar Telefongesprächen und einem Besuch vor Ort bin ich mir allerdings nicht mehr sicher, ob sich die Geschichte dieses Schauplatzes in Bildern festhalten lässt.
Für mich ist es wohl am passendsten, wenn ich mir einen Schauplatz suche, den ich zu mir passenden Zeiten besuchen und dann dort frei fotografieren kann. Wohl muss ich mir auch verschiedene Runden der Annäherung erlauben, bevor ich aussagestarke Bilder machen kann.
Schliesslich denke ich, sollten 6 bis 10 Bilder für diese Aufgabe genügen. Wenn sie den Charakter eines Ortes beschreiben oder einen Zustand dokumentieren können, dann dürfte dies als Ergebnis ausreichen. Denn was ist den heute überhaupt eine Fotoreportage? Was lässt sich in zwei Monaten realisieren?
Interessant hierzu finde ich einige Aussagen in der BBC-Sendung The Genius of Photography: Right Time – Right Place
(zu sehen bei archive.org) über die klassische und die zeitgenössische Reportage-Fotografie.
Ich bin selber gespannt, welche Bilder ich Ende April zu zeigen habe …
Sechs Projekt-Schritte
Die Darstellung auf Seite 7 dieser Präsentation (PDF) hat mir geholfen, auch ein etwas festgefahrenes Projekt wieder einordnen und auf den Weg bringen zu können.
Eine Information – wie viele andere an der namics «Intranet-Fachtagung» –, die für mich wertvoll war.





