Beiträge mit Schlagwort ‘podcast’

Empfehlung: FilmPhotographyPodcast.com

In der Mai-Folge wünscht sich Michael Raso, dass die Hörer seinen Film Photography Podcast weiter empfehlen. Und das tue ich hiermit.

Im Podcast unterhalten sich Michael Raso, Duane Polcou und John Fedele über Kameras, Materialien und Prozesse der Analog-Fotografie. Während Michael der Schwärmer ist, liefert Duane viele Erklärungen und John stellt die interessanten Fragen. Alle drei heitern die Runde auf durch ihren Witz, persönliche Anekdoten und Gesangseinlagen. Und nicht fehlen dürfen die eingespielten Soundeffekte – auch wenn manchmal nervig, es macht Spass.

Den drei Film-Freunden zuzuhören erweckt das Gefühl, selbst dabei zu sein und sich über das auszutauschen, was uns einfach Freude bereitet: das Experimentieren mit alten Kameras, Filme selber entwickeln, scannen, auf Flickr oder in Fotogruppen zu diskutieren. Immer wieder gibt es die Arbeit von Meistern oder Tüftlern, neue Websites oder Anbieter zu entdecken.

Gleichzeitig kann der Hörer viel über die USA, seine Landschaften, Slangs und Kulturen lernen. Die drei erwähnen regelmässig das «Soprano Land», das ist New Jersey, wo die drei Podcaster zuhause sind und die TV-Serie The Sopranos spielt.

In jeder Sendung gibt es Verlosungen und Michael ist auch spendabel mit Film-Give-Aways. Überhaupt bewundere ich, die gebende Art von Michael.

Die monatliche Podcastfolge wird jeweils in der eigenen Flickr-Gruppe sehnlichst erwartet. Aus dem Pool werden ab und zu Bilder besprochen. Und schreiben kann man dem Team auf FilmPhotographyPodcast[at]gmail.com.

Das ist also meine Podcast-Empfehlung.

Und zur Bebilderung, hier noch mein Beitrag zum diesjährigen World Pinhole Photography Day vom 25. April 2010 – Lochkamerafotografie, ein Thema übrigens, das glaube ich noch nie im Podcast besprochen wurde:

road over river (WPPD 2010)

Braun-Tonung für klassische Bildwirkung

Peperoni (Sepia)

Dies ist mein erster Versuch mit einem braungetonten Bild.

Das Bild der Peperoni (schweizerisch für Paprika ;-)) entstand unter meinem Dachfenster auf einer alten Holzkommode. Ein wunderbares Setting für Stillleben, fand ich. Und mit dem Resultat in Farbe war ich dann auch zufrieden.

Die einfache Komposition rief bei mir klassische Stillleben in Erinnerung. Auf Weihnachten habe ich ein Buch mit Pflanzenbildern von Karl Blossfeld geschenkt bekommen. Diese klassischen Meisterwerke werden uns heute oft mit Brauntonung präsentiert.

Brooks Jensen zeigt in seinem The New 100 Prints Project durchwegs getonte Schwarzweissfotografien. Die Bilder seines laufenden Projekts beschreibt der Herausgeber des Lenswork Magazins und Podcast jeweils mit einem gesprochenen Kommentar. Und weil ich Brooks Jensen stundenlang zuhören könnte, habe ich mir aus dem Lenswork Podcast-Archiv einige Folgen angehört.

In LW0188: How Brown Is the Perfect Warm Tone? (MP3) geht es um die Brauntonung. Als ich mir das anhörte, dachte ich mir, das Peperonimotiv wäre geeignet für einen Versuch.

Der Effekt gefällt mir in diesem Bild. Doch bleiben für mich einige Unsicherheiten: Ist die Tonung zu stark? Sollte ich auch in anderen Serien damit experimentieren? Was gewinnt das Bild tatsächlich durch die Bearbeitung? Ich befürchte, dass einem vor lauter Brauntonung neutrale Schwarzweissbilder bald langweilig erscheinen. Dann muss es immer mehr sein und man beschäftigt sich nur noch mit der perfekten Tonung statt mit dem Objekt, der Komposition oder der Serie.

Bis auf weitere vereinzelte Versuche, also.

Links:
Karl Blossfeld Archiv
Wikipedia: Tonung

Buch: «Mein Weg zur Fotografie» von Hans Finsler

Im Podcast PhotoNetCast #10 – It’s all about Books geben die Gastgeber Buchempfehlungen ab. Ich möchte zu dieser Gelegenheit auch einen Tipp abgeben für ein kleines, rares und wertvolles Fotografiebuch:


Hans Finsler. Mein Weg zur Fotografie (Link auf Google Buchsuche)

Hans Finsler stellt drei Fragen und gibt anhand von 30 Aufnahmen Antworten zur Fotografie. Die Fragen sind:

  1. Was ist Fotografie?
  2. Welches sind die Gesetze der Dinge, die ich aufnehme?
  3. Gibt es in der Fotografie eine Wertung der Dinge?

Typisch sind die Aufnahmen von Eiern. Sie dienen erst einmal einfach zur Darstellung von Positiv und Negativ (Weiss und Schwarz) als eine der Eigenschaften der Fotografie. Andere Eigenschaften die veranschaulicht werden sind «fixierte Bewegung», «Richtungslosigkeit», «Ausschnitt aus Raum und Zeit», «Überschneidung», «Schärfe und Unschärfe», «Kontrast» und «Erkennbarkeit». Ein Blick auf die Beispielfotos zu diesen Eigenschaften lässt erkennen, mit welchen Mitteln wir im Medium Fotografie arbeiten. Die Erkenntnisse sind so simpel wie «Die Beeinflussung der Kontraste gehört zum Wesen der Fotografie».

Wenn es in den hinteren Teilen des Buchs um die «Dinge» geht, wird klar, dass die Fotografie viele Möglichkeiten hat, die Wirklichkeit zu verändern.

Das schmale Buch ist für mich wertvoll, weil es in äusserst knapper Form eine Sammlung von zeitlosen Merksätzen zur Fotografie enthält. Es treibt mich an, die Möglichkeiten der Fotografie bewusst auszuloten, auf Materialien, Ausschnitt und Komposition Wert zu legen.

Hans Finsler wurde 1891 geboren. Er ist Schweizer und studierte in Deutschland Architektur. 1932 kam er nach Zürich und baute eine Fotoklasse an der Kunstgewerbeschule auf. Das Buch «Mein Weg zur Fotografie» erschien erstmals 1971, ich besitze eine Neuauflage von 1991 aus dem Pendo-Verlag. Das Buch ist offenbar vergriffen. Ich habe es im Shop des Museum für Gestaltung gefunden. Das Buch ist zweisprachig mit deutschem und englischem Text (My Way to Photography).

Warum Schwarzweissfotos?

Wirken Schwarzweissfotografien antiquiert? Ist Farbfotografie einfach logisch, weil das menschliche Auge Farbe sieht?

In Kommentaren auf meine Fotos auf Flickr habe ich es ein paarmal gehört: Farbfotos kommen offenbar besser an als Schwarzweiss. Und auch in der GAF-Klasse diskutierten wir Schwarzweiss vs. Farbe.

In den vergangenen Wochen sind mir verschiedene Aussagen zur Schwarzweissfotografie begegnet. Und ich habe mir meine eigenen Gedanken dazu gemacht, warum ich Schwarzweiss gerne mag.

  • Peter Sennhauser fragt auf fokussiert.com «Warum Schwarz/Weiss?». In seiner Antwort reserviert er Schwarzweiss für besonders gestaltete Fotos:

    Erst wenn ein Bild ganz ausdrücklich nur mit Tonwerten gestaltet wird, wenn es um Flächen und Linien in Schattierungen geht und die Farbe nichts beiträgt, sondern behindern würde, soll der Fotograf sie ausblenden.

    Die Farbe ist also ein Gestaltungselement neben Linien, Formen und Strukturen. Sie sollte bewusst ins Bild gesetzt werden. Hier sehe ich die grosse Herausforderung, Farbe gekonnt einzusetzen in Form von Hintergrund/Vordergrund, Tönung und Lichteffekten. Gelingt dies nicht, blende ich die Farbe lieber aus – was den anderen grafischen Elementen mehr Gewicht gibt und ihre Wirkung verstärkt.

  • Das «Pink Tie-Problem» hat vor einiger Zeit Jeff Curto in einer Ausgabe des Podcasts Focus Ring angesprochen: Wenn die rosarote Kravatte in einem Bild alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und von der gesamten Gestaltung oder der dargestellten Handlung ablenkt, dann ist die Farbe ein Problem.
  • Brooks Jensen gibt seine Antwort im Lenswork Podcast LW0448 (MP3). Er findet, dass Farbfotos einen spezifischen Gegenstand abbilden (oder zum Beispiel auch einen Menschen), Schwarzweissbilder jedoch eine universelle Idee des Gegenstands (oder zum Beispiel die Menschheit).
    Vielleicht eine etwas abgehobene Sichtweise. Sie weist umgekehrt auch darauf hin, dass Farbe gerade für dokumentarische Bilder eine wichtige Bedeutung haben könnte.
  • Ein Zitat von Hans Finsler zeigt für mich, dass Fotografie die objektive Welt verändert abbildet. Auch in Farbe ist es nicht die wirkliche Welt.

    Das fotografische Bild ist bildhaft, das heisst übertragen, beispielhaft, gewollt.

    So gesehen macht es also keinen Unterschied, ob wir die Farbe weglassen oder sie aufnehmen.

  • Martin Storz zitiert im The Public Eye Blog Henri Cartier-Bresson:

    Emotion finde ich nur im Schwarzweiß.

    Hier wird eine weitere Qualität von Schwarzweissfotografieen angesprochen. Ganz subjektiv kann ich dieser Aussage zustimmen. Ich merke es oft beim Browsen durch meine abonnierten Flickr-Feeds: von den Schwarzweiss-Bildern geht etwas aus, das mich fasziniert – vielleicht sind es die Emotionen.

Ich finde deshalb: Schwarzweissbilder sind keineswegs veraltet. Sie sind eine der Ausdrucksmöglichkeiten im Medium der Fotografie. Die Herausforderung bleibt, Schwarzweissbilder zu gestalten, die so einfach funktionieren. Ich habe jetzt schon ein paar Fotoideen, für die ich auf Farben verzichten will.

Welche Kamera für welche Bilder? Mit vier Kameras im Autofriedhof

Ich habe noch gar nicht von meinem Fotoerlebnis vom letzten Wochenende berichtet. Ich musste auch nicht, denn Roger M. Levy hat auf kultpavillon schon über unsere «virtuelle Begegnung in Kaufdorf» gebloggt.

6 (Polaroid)

Ich habe den Historischen Autofriedhof im bernischen Kaufdorf besucht. Die Kulisse ist einmalig. Viele Hobbyfotografen verbingen ihre Samstagnachmittage dort. Diesen Sommer bietet sich dazu die einmalige Gelegenheit während der Nationalen Kunstausstellung.

Wie von Roger erwähnt, war ich mit vier Kameras vor Ort (übrigens ein Vorteil, dass ich Kompaktkameras benutze). Wenn ich mit mehreren Kameras unterwegs bin, geht es am Schauplatz dann jeweils darum zu entscheiden, welche Kamera ich für welche Bilder einsetze.

Meine erste Runde machte ich mit der Polaroid-Kamera. Das quadratische Bildformat und der begrenzte Bildausschnitt (ich kann nicht sagen, welcher Brennweite umgerechnet auf Kleinbildformat das Objektiv entspricht) führten meinen Blick. Ich suchte Bilder, die diese Kamera einfangen könnte. Es sollten grosse Flächen mit klaren Linien als Begrenzung sein. Zu viele und zu nahe Details würden wohl schlecht erkennbar sein auf den meist blassen Sofortbildern.

Als zweite Kamera setzte ich meine 6×6-Mitelformatkamera mit Farbnegativfilm geladen ein. Sie würde wahrscheinlich mehr Farben wiedergeben. Und eine entferntere Aufnahmeposition erlauben. Mit dem ebenfalls quadratischen Bildformat suchte ich wiederum ähnliche Kompositionen wie mit der Polaroid. (Die Bilder habe ich noch nicht gesehen, Film ist noch im Labor.)

Ganz andere Bilder machten dann die Kleinbildkamera mit Schwarzweissfilm und die Digitalkamera. Die bessere Optik erlaubt einerseits Nachaufnahmen mit vielen Datails und andererseits weitere Bildausschnitte mit einbezogener Umgebung. Im rechteckigen Bildformat lassen sich andere Kompositionen unterbringen als im Quadrat. Und die genaue Belichtungsmessung ergibt auch in schwierigen Lichtverhältnissen brauchbare Resultate.
Gehe ich heute durch meine digitalen Bilder auf der Festplatte, sind es vielleicht wenige Detailaufnahmen, die für mich nun den Unterschied machen. Ich glaube zwar sogar, dass keine von ihnen ins Set bei Flickr kommen wird.

Je nach Eigenschaften von Optik, Aufnahmematerial und Technik eignen sich Kameras für unterschiedliche Fotos. Mir gefällt die Herausforderung, solche Bilder zu finden, die auf die Stärken und Schwächen der Kameras Rücksicht nehmen. Oder umgekehrt, die Kamera einzusetzen, die für die beabsichtigte Gestaltung die treffendsten Eigenschaften hat.

Das erinnert mich an die Aussage Brooks Jensens im Lenswork Podcast LW0437 (MP3). Er zählt auf, welche Kameras er in seiner Karriere benutzte und folgert, dass Fotografen mit der Ausrüstung arbeiten, die die Bilder macht, die sie sich vorstellen. Das sei ein ständiger Wechsel im Verlauf einer fotografischen Karriere.

So bin ich wohl auch ein fotografischer Slider, der zwischen Kameras wechselt für die Bilder, die ich machen will.

Update: Der Autofriedhof Kaufdorf muss definitiv geräumt werden. Tagesanzeiger, 09.09.2009: «Es ist ein Scheissgefühl. Genau.»

Tonwertkorrektur einfach erklärt im mut.de-Podcast

Manchmal sind es die einfachsten Erklärungen, die am besten haften bleiben. So gegangen ist es mir mit einer Erklärung des Begriffs «Tonwertkorrektur». Klar: es geht darum, in der digitalen Bildbearbeitung ein Bild in der Helligkeit zu korrigieren und ihm ein wirklich weisses Weiss und ein sattes, dunkles Schwarz zu geben.

In der Folge «18. Trübes Tageslicht ausgleichen» (MP3) im Fotopodcast von «Markt und Technik» geht es zur Sache:

Einmal abgesehen davon, dass das «Histogramm» erklärt wird, bekommen die drei kleinen Regler für die Tonwertkorrektur mit einfachen Worten einen Sinn. Zitat aus dem PDF zur Folge:

Direkt unter dem Histogramm stehen drei Regler, drei kleine Dreiecke. Mit dem mittleren Regler ändern Sie die Gesamthelligkeit, mit den beiden äusseren den Kontrast.

So ist es, und das kann man sich leicht merken.

Den Fotopodcast von mut.de finde ich übrigens ein recht gelungener kommerzieller Podcast. Und die Macher erweitern das Format aktuell sogar – mit Interviews und Bildbesprechungen.

Mein Fotojahr 2007

Die Idee liegt auf der Hand: Ende Jahr zurückschauen auf das, was mich im 2007 bewegt hat, und auf die Fotos, die ich gemacht habe.
Wohl mancher macht seinen persönlichen Jahresrückblick und bloggt darüber. Den Anstoss für einen fotografischen Jahresrückblick hat mir Jeff Curto im Podcast Photocast Network Focus Ring 11 gegeben.

Highlights in meinem Fotojahr 2007

  • Januar: Scannerkauf. Ich übertrage viele Schwarzweiss-Negative aus meinen frühen Fotojahren in die digitale Form und gebe ihnen ein neues Leben auf Flickr. Ich bin jetzt auch ausgerüstet, um (wieder) auf Film zu fotografieren und auch mal mit einer Streichholzschachtel-Lochkamera Bilder zu machen.
    bellerive au lac
  • Februar: Reportage in der Schafmilchkäserei. Ich besuche die Käserei und fotografiere die Käseproduktion. Meine Ricoh GR Digital im Reportageeinsatz – ich bin mit dem Resultat zufrieden.
    Käse schneiden
  • Juni: Vredeborch Stafetta-duo. Für 20 Franken kaufe ich die kompakte Mittelformatkamera am Fotoflohmarkt in Weinfelden. Sie verändert mein Fotografieren. Ich liebe das quadratische Format, die sanften Unschärfen, die Vignettierung – Holga-Stil aber nicht Spielzeugkamera.
    Stadion Letzigrund. An einer Führung kurz vor der Fertigstellung des Bauwerks fotografiere ich mit der Stafetta-duo die Tribüne mit und ohne Stühle.
    stands
  • August: St. Petersinsel/Biel. Inspiriert von Andy Heftis Bild reise ich auf die St. Petersinsel. Ich fotografiere die Schiffswartehalle, das Pavillon auf der Halbinsel und Architektur in der Stadt.
    jnsel
  • September: Ferien im Prättigau. Versuche in Landschaftsfotografie mit der Stafetta-duo. Dazu hauptsächlich Schwarzweissbilder im quadratischen Format mit der Digitalkamera.
    Shack in the fog
  • Oktober: Buch «Vom Glück der Stille» von Peter Steiner. In seinen Fotos finde ich mich wieder. Spätestens ab jetzt mache ich fast nur noch quadratische Schwarzweissbilder. Wiederkehrende Elemente: horizontale Linien, Natur, Architektur, Himmel. Ich sammle diese Bilder im Set «Transcendental».
    Sulzerareal Winterthur. Mit der Winterthurer Flickr-Gruppe auf Fototour. Mir gelingen Aufnahmen – analog und digital – die in meinem Fotojahr einen wichtigen Platz einnehmen.
    brick building
  • November: Sogesehen.ch. Ich richte mir ein Fotoportfolio unter eigener Domain ein.
  • Dezember: Säntis. Weitere Landschaftsaufnahmen – quadratisch und schwarzweiss, dieses Mal mit der Franka Solida II.
    View from Säntis

Der Blick ins Jahresarchiv zeigt, dass sich in den letzten 6 Monaten meine Bilder verändert haben. Fotos in Farbe sind selten geworden. Der Blick auf dieselben Motive hat sich gewandelt.

Im Jahr 2008 stehen wohl weitere Entwicklungen an: Von März bis August bin ich Teil der GAF-Klasse 12.07.zh und werde Projekte im Bereich Reportage und Porträt machen.
Und ich werde weiter zum Thema Fotografie hier im Blog schreiben.

Und vielleicht kann ich jetzt dann auch noch Martin Gommels Frage «Welches war Dein bestes Foto 2007?» beantworten …

Zen in der Fotografie: stilles Wahrnehmen

Eine von Zen inspirierte Haltung verändert das Fotografieren. Wenn Stille und unvoreingenommene Wahrnehmung den Moment dominieren, entstehen unerwartet Resultate.

Dass Zen und die Fotografie gut zusammen passen, wird an ein paar Beispielen deutlich, denen ich begegnet bin.

Sehr bedeutend ist für mich das Buch «Vom Glück der Stille» von Peter Steiner (zen-photographs.ch). Ich habe es im Oktober auf den Geburtstag geschenkt bekommen und bin von den Bildern und Texten sehr inspiriert worden. Aus dem Buch habe ich ein Verständnis für Zen und was es mit Fotografie zu tun hat, gewonnen, das ich für mich so zusammenfasse:

  1. Durch Langsamkeit innerlich still werden.
  2. Die Wahrnehmung schärfen.
  3. Ohne den Filter der Gedanken und vorgefasster Meinungen …
  4. … das Richtige tun.

Im Podcast Camera Position 57 nennt Jeff Curto als eines der Bücher für jeden Fotografen «Zen und die Kunst des Bogenschiessens» von Eugen Herrigel. Für Jeff Curto ist der Bericht des Zen-Lehrlings mit Pfeil und Bogen eine Parabel für das Fotografieren. «Nicht der Mensch schiesst. Es schiesst.» ist etwa die Essenz des Buches, was für den Bogenschützen wie für den Fotografen gleichermassen gelten mag.

Zwar nicht von Zen sondern von tibetanischem Buddhismus ist «Miksang» inspiriert. Ein ausführliches Gespräch über «Miksang» führt Ibarionex Perello in seinem Podcast The Candid Frame #35 mit Michael Wood. Auf Miksang.com ist auch ein Video zu sehen. In «Miksang» steht die unvoreingenommene Wahrnehmung im Zentrum. Der Fotograf erzählt, wie er sich von den Bildidealen der Werbung gelöst hatte und anfing, mit der Kamera ganz aus dem Impuls der Eindrücke Farben und Formen einzufangen.

Die Idee der unvoreingenommenen Wahrnehmung im Moment des Fotografierens fasziniert mich. Und ich habe mich gefragt, wie das bei mir ist. Es scheint mir, als kenne ich solche Situationen, in denen ich ohne vorgefasste Bildidee an einem Ort stehe, Motive wahrnehme, und daraus dann unerwartete Bilder entstehen. Zum Beispiel dieses Bild:

^^^^

Bilder entstehen aus dunklen Schatten

Fotografen bringen Schwarz auf weisses Papier. Es sind so also die dunklen Schatten, die ein Bild entstehen lassen, viel eher als das helle Licht.

Zu diesem Gedanken führt Brooks Jensen im LensWork Podcast on Photography and the Creative Process #325 (MP3) hin. Er fordert die Zuhörer auf, umzudenken und einmal nicht so sehr auf das Licht zu achten sondern auf die Schatten, die durch das Führen des Lichts entstehen.

Ich habe sofort an Bilder von Eke (ubiquity_zh), einem meiner Zürcher Flickr-Kontakte, denken müssen. In vielen seiner aktuellen Fotos dominieren tiefschwarze Schatten. Zum Beispiel im Bild Me and my little sister. In den Bildern hat das Dunkle den Platz, den es im gegebenen Licht haben muss. Eine solch konsequente und eindrückliche Umsetzung, wie Eke sie macht, habe ich selten gesehen.

Aus irgendeinem anderen Podcast erinnere ich mich an die Aussage, dass viele Fotoamateure dazu tendierten, ihre Bilder zu wenig dunkel zu machen. Jetzt achte ich auch vermehrt auf die Schatten und das Dunkle, aus denen ich meine Bilder mache.

bicycle

Ich höre mir seit kurzen alle neuen und auch viele frühere Folgen des Lens Work-Podcasts an. Die Beiträge sind sehr anregend und werden von Brooks Jensen sehr sorgfältig und persönlich vorgetragen.

Update: Bein Durchblättern in der Buchhandlung ist mir auch im Buch Unterwegs mit Alberto Venzago, zum 125-Jahr-Jubiläum der VBZ, das viele Dunkel aufgefallen.

«Blogosphäre Schweiz» im Digitalk: Mein Hörerwunsch

Lieber Peter Hogenkamp. Ich war es, der dich als Gast für den «Digitalk» vorgeschlagen hat.

Im heutigen «Digitalk», dem Podcast des «Tages-Anzeigers», ist Peter Hogenkamp Gast bei Roger Zedi und Matthias Schüssler und spricht über die «Blogosphäre Schweiz».

Ganz zum Schluss erwähnt Roger Zedi, dass ein Zuhörer ihn als Gast vorgeschlagen hatte. Und Peter Hogenkamp meint darauf, diesem Hörer möchte er gerne eine Flasche Wein schicken … ;-)

Ich hatte in einer E-Mail vor rund zwei Monaten Peter Hogenkamp als guten Redner und «Netz-Persönlichkeit» den «Digitalk»-Machern schmackhaft gemacht. Peter jetzt in einem Podcast zu hören, das hat mich gefreut.

Im «Digitalk» spricht Peter Hogenkamp über die Schweizer Blogger, darüber, wie durch Blogs eben doch interessante Dinge zu einem durch kommen, wie ihn Kommentare persönlich treffen, wie Blogs ganz anders sind als klassischen Websites, und über seine Firma «Blogwerk» .

Im Fotografieren weiterkommen

Es gibt einen Drang im Menschen, sich weiter entwickeln zu wollen – in der Karriere, als Persönlichkeit und auch im Hobby.

Neues gelernt habe ich in den vergangen Wochen durch Fotopodcasts. Es waren einzelne Beiträge, die mir einen Anstoss gaben, mein Fotografieren weiterzubringen.

Und das habe ich gelernt:

  • Die Energie des Fotografen drückt sich im Bild aus. So etwa formulierte es Michael Stein in The Digital Photographie Show #23 (20:15). Diese Aussage lehrt mich, beim Betrachten von Fotos auf die Energie zu achten, die der Fotograf hineingelegt hat. Und beim Fotografieren darauf, dass ich das Bild mit meiner ganzen Energie fülle.
  • Bearbeite das Bild so, dass dein Subjekt ohne Störung im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Ein Lehrsatz, den Jeff Curto in Camera Position immer wieder betont. Das heisst:
    • Durch Beschneiden störende Elemente entfernen. Update: Beachte dazu Jeffs Episode 37 Hey! Crop it Out!.
    • Nachbearbeitung wie man sie in der Dunkelkammer auch gemacht hätte: Bildstellen abdunkeln oder aufhellen.
  • Bei der Auswahl der Bilder fragen, ob sie dem entsprechen, was ich mit meinen Fotos ausdrücken möchte. Jeff Curto spricht darüber in seiner Episode 36 Who’s Lookin’ At You? Das lehrt mich, mir zu überlegen, was mein Motor ist, was das gemeinsame Thema meiner Fotos ist. Das ist nicht einfach. Und vielleicht wirkt es auch gekünstelt, wenn ich versuche, meine Fotos noch mit Worten zu erklären. Und doch habe ich ja eine Antwort, wenn mich jemand fragt, warum ich Wände fotografiere. Also, warum nicht den Grund für die Wände einmal festhalten? Und daraus so etwas wie eine Leitidee für meine Fotos machen? Dann könnte ich Fotos auswählen, die dieser Idee am nächsten kommen.
  • Fotobücher als Inspiration benutzen. Das ist Ibarionex Perellos Rezept für seine Lernschritte. Sehr eindrücklich erzählt er in The Candid Frame #15 – My Personal Work sich sein Fotografieren entwickelte.

Ich nehme mein Hobby zur Zeit also sehr ernst und lasse mich auf Lernerfahrungen ein. Denn ich möchte meinen Ausdruck durch das Fotografieren noch weiterentwickeln.

Getting Things Done – Löcher stopfen

Sobald an der einen oder anderen Stelle im System ein Loch entsteht, verliert die Methode «Getting Things Done» seine Kraft. Doch einen Weg zurück zur «stressfreien Produktivität» gibt es. Er heisst: Löscher stopfen.

Ich muss zugeben: Erst diese Woche, nach der Rückkehr aus meinen Herbstferien, habe ich GTD wieder ernst genommen. Und bin produktiv in den Arbeitsalltag gestartet. Davor hatte ich den Faden meiner Selbstorganisation zeitweise komplett verloren.

Motivation für einen Neustart mit GTD bekam ich aus dem «Productive Talk»-Podcast. Merlin Mann von 43 Folders spricht darin mit «Getting Things Done»-Autor David Allen über die Methode. In den ersten beiden Folgen geht es um die Löcher, die entstehen, sobald dem System keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt wird. Resultat ist, dass die Dinge, die erledigt werden sollten, einem schwer im Kopf liegen, anstatt verlässlich abgelegt sind.

Davids Ratschlag, um wieder Vertrauen ins System und einen freien Kopf zu kriegen, heisst: Die fünf Stufen wieder pflegen.

Anfang dieses Jahres habe ich mich nach GTD organisiert und darüber in meinem Weblog und meinem Wiki geschrieben. Der Zeitschriftenredakteur Gerhard Pfannendörfer hatte mich damals angefragt, ob er meinen Text «Meine Organisation» abdrucken dürfe. Ich sagte zu. Und heute nun erhalte ich meine Belegexemplare der Zeitschrift «Sozialwirtschaft. Zeitschrift für Sozialmanagement». Auch dabei im Heft ist ein Artikel von Stephan List vom ToolBlog.

Das ist wieder einmal ein schönes Zusammentreffen von Ereignissen, nicht wahr?

User Experience Podcast: Faustregeln hinterfragt

Was ist wahr an Faustregeln für Web-Usability?

Gerry Gaffney widmete dieser Frage seine erste Ausgabe von UXPod – User Experience Podcast.

Gaffney bespricht zwei weit verbreitete Annahmen:

  • Eine Web-Navigation soll «sieben plus/minus zwei» Rubriken haben.
  • Inhalte sollen mit drei Klicks erreichbar sein.

Gaffney schwächt diese Regeln ab und weist darauf hin, dass die «Sieben-Rubriken-Regel» ursprünglich aussagte, dass sich das menschliche Hirn an maximal sieben Dinge erinnern könne. Auf Websites ginge es jedoch nicht darum, Rubriken auswendig zu lernen, sagt Gaffney.

Entscheidend sei, dass die Website-Besucher Rubrikenbezeichnungen und Links vorfänden, die für sie verständlich seien. Folgen Besucher solchen Links und finden sie weiter treffende Informationen, käme es schliesslich auch nicht auf die Anzahl Klicks an.

Lieber viele Links mit Bezeichnungen, die den Besuchern etwas sagen und ihnen so eine Spur zu den Inhalten legen. Das ist auch Jared M. Spools Lehre vom Scent of Information.

Von UXPod gibt es bis heute drei Episoden. Hoffentlich werden es mehr.

(Via WebWord.)

Vom Konzertprogramm zum Musikdownload

Das Konzertprogramm für März 2006 des Zürcher Jazz-Clubs «Moods» hat mich zu zwei Käufen im iTunes Music Store angeregt.

  • Wycliffe Gordon, Posaune, spielt am 26.03.2006 mit Ray Anderson. Ich habe ein Stück aus einer Aufnahme mit der Formation «Paradigm Shift» gekauft.
  • Die Young Blood Brass Band ist am 31.03.2006 zu sehen. Die Musiker verbinden New Orleans-Brass-Jazz mit Sprechgesang. Ich habe «It’s all Over» gekauft.

Die Verbindung von Konzertprogramm und Musikdownload ist auch das Erfolgsrezept einer derzeit gefeierten «Web 2.0»-Anwendung aus der Sparte Mashups: «Podbop». Auf der Site lassen sich frei vertriebene MP3-Musikstücke von Bands als Podcast abonnieren, die in einer gesuchten Stadt auftreten. Das funktioniert ausgezeichnet für die USA und teilweise auch für europäische Städte, denn die Daten liefert Eventful.

(Davon gehört bei Inside the Net.)

Mit Block und Bleistift ins Kino

Vor dem Film kommt die Werbung. Mir ist aufgefallen, dass die Hauptbotschaft vieler Werbefilme eine WWW-Adresse war.

Jetzt fragen Sie mich einmal, an wie viele dieser Internet-Links ich mich erinnern kann? An keine einzige.

Im Kino sitzen Leute, die sich auf einen Film freuen. Sie sind wohl kaum in der Lage, am Computer eine Internetadresse sofort einzutippen. Vielleicht haben sie einen Notizblock in der Tasche. Diesen kramen sie jetzt aber lieber nicht hervor. Im Handy könnten sie eine Notiz eingeben, doch das haben sie bereits abgeschaltet.

Das Problem ist bekannt aus Podcasts. Viele Podcaster sind zurückhaltend im Angeben von Internet-Adressen. Denn die meisten Hörer befinden sich wahrscheinlich nicht am Computer, sondern unterwegs auf der Strasse oder im Zug.

Etwas weniger problematisch sind Internet-Adressen wohl im Fernsehen. Es ist anzunehmen, dass ein Notizblock oder der Computer in der Wohnung leicht greifbar sind.

Die Situation erinert mich an die Zeit, als wir als Kino-Werbungs-Kontrolleure unterwegs waren. Unsere Aufgabe war es, die Reihenfolge der Werbefilme aufzuschreiben und der Werbefirma zu melden. Nach der Werbung durften wir sitzen bleiben. So kamen wir zu vielen Gratiseintritten. Damals sassen wir tatsächlich mit Notizblock und Bleistift im Kinosessel. Dafür wurden wir auch oft schräg angeschaut.

Was ist Skypecasting? [Update]

Die Ausganslage für den Artikel «Selbst ist die Radioprogramm-Chefin» in der heutigen «Sonntagszeitung» über war mir überhaupt nicht klar. Da heisst es:

Bislang brauchte man spezielle Software, um sich die Amateur-Radioshows [Podcasts] aus dem Netz auf den heimischen MP3-Player zu ziehen. Findige Nutzer wollen das jetzt noch einfacher machen und Podcasting mit dem beliebten Internettelefonprogramm Skype kombinieren. Das Ergebnis sind so genannte Skypecasts.

Das würde heissen, dass Podcast mit Hilfe eines «Podcatching»-Clients wie zum Beispiel iPodder weniger leicht zu beziehen sind als Skypecasts über Skype. Nun, das kann ich nicht so recht glauben. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, wie das mit Skype funktionieren sollte und was die Vorteile wären. Und ehrlich gesagt, habe ich überhaupt noch nie etwas von Skypecasting gehört.

Wenig Verständnis für die Grundannahme des Artikels hatte auch Tanja Dankner vom swisspodcast, die vom Journalisten zum Thema befragt wurde. Wie sie auf die Frage reagierte, ist im Artikel so zitiert: Ich denke, das wäre auf jeden Fall möglich. Die ganze hilflose Antwort ist im Interview mit dem Journalisten im swisspodcast Nr. 7 zu hören.

Zwar führt Tanja für den swisspodcast via Skype Interviews und das kommt auch sehr gut rüber. Was im Artikel als Skypecasting bezeichnet wird, scheint aber auch Tanja völlig neu gewesen zu sein.

Doch dann lässt der Journalist die Katze doch noch aus dem Sack und verrät uns etwas über die Herkunft des Skypecastings. Der US-Journalist Stuart Henshall habe die Idee dazu gehabt. Und weil Skype die Schnittstellen zu seinem Programm kürzlich offen gelegt hätte, dürften bald Anwendungen auftauchen, die die Verbreitung von Podcasts über das Internettelefonienetzwerk möglich machten.

Schaut man sich Stuart Henshalls Anleitung zum Skypecasting nun aber an, geht es da einzig um die Beschreibung, wie Skype-Konferenzschaltungen auf dem PC aufgezeichnet werden können. Doch weil das nicht immer ganz so einfach ist, haben viele Podcaster ihre eigene Lösung gesucht und gefunden. Tanja und ihr Partner Gustavo zeichnen die Skype-Calls via Audio-Kabel mit einem iRiver-MP3-Player auf, wie Tanja im Interview verrät. Danach wird die MP3-Datei wohl wieder auf den Computer transferiert um dann der Podcast zusammenzustellt.

Jetzt frage ich mich also immernoch, woher der Journalist das mit der Podcast-Verbreitung via Skype hat. Vielleicht aus einem weiteren Beitrag auf Henshalls Weblog. Darin beschreibt dieser, wie bei Anruf über Skype Musik von seinem iPod zu hören ist. Das «Experiment» hat Henshall wieder abgebrochen. Und mir fällt auf, dass der entsprechende Beitrag nicht einen einzigen Kommentar bekommen hat.

[Update: präziserer Schluss] Wenn Skypecasting nun also einfach als Podcast-Interviews aufnehmen mit Skype verstanden wird, dann ist das wohl nicht diesen Hype wert, denn das ist etwas, was selbstverständlich praktisch ist und längst genutzt wird. Sollte mit Skypecasting allerdings tatsächlich eine neue Form der Verbreitung als Konkurrenz zum Podcasting über RSS-Feeds gemeint sein, dann will ich das mal sehen und hören. Wie es scheint wurde hier etwas in einen neuen Begriff hinein interpretiert, was gar nicht stattfindet.

Siehe auch:

Skypecasting? von Janko Röttgers, Mix, Burn & R.I.P., und den dort verlinkten Artikel bei CNET VoIP calls get podcast treatment.

Firmen und ihre Blogger

Den Podcast-Beitrag zum Thema Corporate Blogging auf «IT Conversations» habe ich mir mit grossem Interesse angehört.

In der Gesprächsrunde geht es um folgende Punkte:

  • Wie blog-begeisterte Mitarbeiter die Firmenchefs davon überzeugen, ein Firmenweblog zu starten.
  • Wie Firmen erfolgreiche Blogger einstellen, damit sie über ihre Produkte schreiben.
  • Wie es dazu kommen kann, dass Mitarbeiter wegen ihres Bloggens die Firma verlassen müssen.
  • Dass es auch Blogger gibt, die einmal etwas über die Firma schreiben, deshalb aber noch keine Corporate Blogger sind.
  • Welche Regeln Firmen für bloggende Mitarbeiter aufstellen könnten.
  • Wie Firmen mit dem offenen Meinungsaustausch in Weblogs umgehen sollen.
  • Ob zufriedene Kunden die besten Firmen-Blogger wären.

Unten auf der Seite zum Audio-Beitrag finden sich einige gute Links. Mehr zum Thema sammle ich bei del.icio.us unter den Tags corporate+blogs.