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Grosse Schau für kleine Abzüge

«Immer grösser», so geht der Trend bei der Technologie und der Präsentation in der Fotografie. Auffallend kleine Originalabzüge sah ich dagegen in der André Kertész-Retrospektive im Fotomuseum Winterthur.

Besonders die frühen Arbeiten aus Ungarn sind in der Grösse von zirka 4,5×6 cm ausgestellt. Die Betrachter müssen nahe ran, nicht jedes Detail ist auf den ersten Blick zu erkennen, es wirken die groben Strukturen des Bildes.

Ein solches Bilderlebnis gefällt mir. Auch schon die Winterthurer Ausstellung und das Buch «What you see» faszinierten mich wegen ihrer kleinen Bildern. Ein schönes Format, nach meinem Geschmack, haben auch alte Kontaktabzüge oder Postkarten.

Weil ich meine Fotos zu stark vergrösserte, war ich von einigen eigenen Versuchen in den letzten Jahren enttäuscht. So etwa in einem Blurb-Buch oder Vergrösserungen für in einen Rahmen.

Jetzt hat mich die Ausstellung dazu angeregt, wirklich kleine Prints zu erstellen. Entsprechend habe ich die Bilder bearbeitet und quadratische Fotos in der Grösse von 4,5×4,5 cm mit weissem Rand für einen 10×15-Abzug zum Fotoservice geschickt. Ich möchte besonders meine Lochkamera-Paarbilder in diesem Format erleben und auch zwei Schneefotos in Farbe aus dem Val Strem in Sedrun aus den Winterferien. Sie sollen dann in einen Rahmen kommen und an einem Platz im Haus an die Wand.

Hier der Beitrag von «Kulturplatz» des Schweizer Fernsehens zur Kertész-Schau:

Kulturplatz vom 23.02.2011

Und noch etwas: Könnte es sein, dass Kertész im Filmausschnitt von 1982 aus Paris mit einer Fujica G690 fotografiert?

We are All Photographers Now!


Originally uploaded by Stefan Bucher.

Die Ausstellung We are All Photographers Now! im Musée de l’Elysée in Lausanne zeigt Fotos aus der ganzen Welt. Mitmachen kann jeder.

Das Museum nimmt die Thematik des Mitmach-Webs (Web 2.0) auf und benutzt von Benutzern hinaufgeladene Fotos für ein Kunstprojekt.

Ich habe auch mitgemacht. Und dieses Foto aus meiner Schafmilchkäserei-Serie wurde in der Ausstellung gezeigt.

Und das Elysée-Museum gibt den Fotografen auch etwas zurück. Von jedem Bild, das gezeigt wird, gibt es ein Belegfoto, das der Fotograf per E-Mail zugeschickt bekommt. Und weil viele dieses Foto wiederum ins Internet stellen, ergibt sich auf Flickr mit dem Tag Musée de l’Elysée eine neue virtuelle Galerie.

Bis zum 20. Mai 2007 möchte ich versuchen, noch selber in Lausanne vorbeizusehen.