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GAF-Ausstellung «Hardbrücke» 17.–25. April 2009

Bald ist es soweit: Vom 17.-25. April findet die Ausstellung meiner GAF-Klasse zum Thema «Hardbrücke» statt.

Einladung GAF-Ausstellung «Hardbrücke»

Das Bild auf der Einladungskarte ist das letzte Bild auf meinem dritten Film, den ich für das Projekt belichtet hatte. Es ist ein Bild, wie ich es mir von Anfang an vorgestellt hatte.

In der Vorbereitung für unsere Arbeit für das Ausstellungs-Projekt, bekamen wir den Tipp, Inspirations-Bilder von anderen Fotografen auszuwählen, an denen wir uns für unsere Fotos orientieren könnten. Diese Idee war für mich sehr hilfreich. Inspiration fand ich bei Luciano Rigolini – wie aus der Lektüre dieses Blogs ja schon bekannt sein dürfte.

Beispiel. Luciano Rigolini, «What you see»

Inspiration. Luciano Rigolini, «What you see».

* Debbie driving

Resultat von mir. «Debbie driving».

Der Effekt hier, aus dem fahrenden Auto heraus zu fotografieren, gefiel mir. Und mit dem Resultat bin ich zufrieden, nicht nur weil der Effekt funktioniert hat, sondern auch weil die Stimmung zu meinen übrigen Aufnahmen passt.

Wie im Konzept beschreiben, belichtete ich drei Filme für das Projekt. Vom ersten Film kamen drei Bilder in die engere Auswahl, vom zweiten Film zwei Bilder und vom dritten Film nur noch dieses eine Bild. Das ist interessant, denn es zeigt doch, dass ich bei meinen ersten Erkundungen mit der Kamera schon mit dem richtigen Gefühl an die Sache heran ging.

Ich zeige schliesslich sechs Bilder in der Ausstellung. Für mich ist dabei eine Arbeit mit konzeptionell klarem Zusammenhalt entstanden. Und ich freue mich, die Bilder einem Publikum zeigen zu können.

Ein Gedanke beschäftigt mich jetzt, nämlich, dass das Resultat einfach eine Momentaufnahme meiner Sichtweise und Möglichkeiten für die Umsetzung des Themas ist. In einem Monat – oder wohl heute schon – sehen meine Hardbrücke-Fotos vermutlich ganz anders aus. Das Werk scheint mir deshalb kaum definitiv.

Die Reise geht also weiter.

Facebook-Event-Seite zur Ausstellung

Mein Fotojahr 2008

Wie letztes Jahr mache ich hier im Blog einen persönlichen Jahresrückblick.

Ich lege einfach mal los, vielleicht ergeben sich am Ende ein paar zusammenfassende Bemerkungen.

  • Januar: Der Lochkamera-Bausatz ist wie ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Immer wieder fühle ich mich zur simplen Fotografie ohne Linse hingezogen. Und einige reizvolle Resultate kommen dabei heraus.
  • März: Für die GAF-Fotoklasse mache ich eine Fotoreportage im Engrosmarkt in Zürich.
    Die Letzigrund-Urinals werden zu meinem auf Flickr erfolgreichsten Bild und ein anderes für mich wichtiges Bild entsteht.
  • April: Ich fotografiere am Welt-Pinhole-Day und reiche ein Zirkus-Bild ein.
    Auf dem Flohmarkt kaufe ich eine Polaroid-Kamera und verschiesse mein erstes Filmpack an einem Sonntagmorgen. Später im Jahr mache ich noch mehr Bilder mit der Polaroid-Kamera.
  • Mai: In den Mai-Ferien sind es häuptsächlich quadratische Schwarzweissbilder. Mit einer Billigkamera mit Panoramaeinstellung sammle ich neue Erfahrungen.
    Ende Monat entstehen im Opfikerpark ein paar schöne Farbaufnahmen.
  • Juni: Für eine GAF-Aufgabe wage ich mich an Porträts heran. Ich lerne, dass es mehr Zug und Motivation für eine ganze Serie braucht, und kann nur mit zwei Aufnahmen zufrieden sein.
    Der Autofriedhof zieht im Sommer viele Fotografen an. An meinen Fotos haben ich Freude, weil ich sie ganz nach meiner Art machte – mit Polaroid und 6×6-Mittelformat.
    Autofriedhof
  • Juli: An einer alten Boxkamera konnte ich einfach nicht vorbei gehen. Sie passt schön in meine Sammlung. Im September beschrieb ich die Kamera im 50$ Camera Project-Beitrag.
  • August: Mein Garten wird zu einem neuen Langzeitprojekt, für das ich die Boxkamera einsetze. Ich lasse mich auch zu Botanik-Studien und Blumenmakros hinreissen.
  • Oktober: Ein Bild von mir gewinnt den 2. Preis am Kalkbreite-Fotowettbewerb. Eine schöne kleine Ehre. Sie wird begleitet von Überlegungen, welche Bilder ich in welchen Gruppen und Formen präsentieren könnte: Postkarten, Buch, Ausstellung?
  • November: Beginn der Hardbrücke-Serie als Gruppen-Projekt der GAF-Klasse mit dem Ziel einer Ausstellung ca. im April 2009. Ein Unternehmen, bei dem ich für mich vor allem das Ziel verfolge, einen gut zusammenspielenden, abgerundeten «Body of Work» zu schaffen.
    Hardbrücke

Ich habe viele verschiedene Dinge gemacht dieses Jahr. Und doch ist auf der Flickr-Jahresübersicht zu sehen, dass ich im Vergleich zum Vorjahr weniger Fotos hochgeladen habe.
So langsam bekommt für mich eine Frage doch mehr Bedeutung, die unter anderem durch die GAF-Klasse von aussen an mich heran getragen wurde: «Wohin gehst du mit deiner Fotografie?» Eine Antwort darauf habe ich noch keine. Es werden Entdeckungen im kommenden Jahr sein, die den Weg aufzeigen. Vorerst geht es mir einfach um die Freude und Inspiration, die ich durch die Fotografie erfahre.

Ich wünsche allen, die hier treu mitlesen, frohe Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins Jahr 2009.
(Vielleicht hat jemand ja Lust, in einem Kommentar kurz zu sagen, was ihr/ihm an meinem Blog gefällt. So ein Feedback ist immer willkommen und aufschlussreich. Vielen Dank.)

Warum Schwarzweissfotos?

Wirken Schwarzweissfotografien antiquiert? Ist Farbfotografie einfach logisch, weil das menschliche Auge Farbe sieht?

In Kommentaren auf meine Fotos auf Flickr habe ich es ein paarmal gehört: Farbfotos kommen offenbar besser an als Schwarzweiss. Und auch in der GAF-Klasse diskutierten wir Schwarzweiss vs. Farbe.

In den vergangenen Wochen sind mir verschiedene Aussagen zur Schwarzweissfotografie begegnet. Und ich habe mir meine eigenen Gedanken dazu gemacht, warum ich Schwarzweiss gerne mag.

  • Peter Sennhauser fragt auf fokussiert.com «Warum Schwarz/Weiss?». In seiner Antwort reserviert er Schwarzweiss für besonders gestaltete Fotos:

    Erst wenn ein Bild ganz ausdrücklich nur mit Tonwerten gestaltet wird, wenn es um Flächen und Linien in Schattierungen geht und die Farbe nichts beiträgt, sondern behindern würde, soll der Fotograf sie ausblenden.

    Die Farbe ist also ein Gestaltungselement neben Linien, Formen und Strukturen. Sie sollte bewusst ins Bild gesetzt werden. Hier sehe ich die grosse Herausforderung, Farbe gekonnt einzusetzen in Form von Hintergrund/Vordergrund, Tönung und Lichteffekten. Gelingt dies nicht, blende ich die Farbe lieber aus – was den anderen grafischen Elementen mehr Gewicht gibt und ihre Wirkung verstärkt.

  • Das «Pink Tie-Problem» hat vor einiger Zeit Jeff Curto in einer Ausgabe des Podcasts Focus Ring angesprochen: Wenn die rosarote Kravatte in einem Bild alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und von der gesamten Gestaltung oder der dargestellten Handlung ablenkt, dann ist die Farbe ein Problem.
  • Brooks Jensen gibt seine Antwort im Lenswork Podcast LW0448 (MP3). Er findet, dass Farbfotos einen spezifischen Gegenstand abbilden (oder zum Beispiel auch einen Menschen), Schwarzweissbilder jedoch eine universelle Idee des Gegenstands (oder zum Beispiel die Menschheit).
    Vielleicht eine etwas abgehobene Sichtweise. Sie weist umgekehrt auch darauf hin, dass Farbe gerade für dokumentarische Bilder eine wichtige Bedeutung haben könnte.
  • Ein Zitat von Hans Finsler zeigt für mich, dass Fotografie die objektive Welt verändert abbildet. Auch in Farbe ist es nicht die wirkliche Welt.

    Das fotografische Bild ist bildhaft, das heisst übertragen, beispielhaft, gewollt.

    So gesehen macht es also keinen Unterschied, ob wir die Farbe weglassen oder sie aufnehmen.

  • Martin Storz zitiert im The Public Eye Blog Henri Cartier-Bresson:

    Emotion finde ich nur im Schwarzweiß.

    Hier wird eine weitere Qualität von Schwarzweissfotografieen angesprochen. Ganz subjektiv kann ich dieser Aussage zustimmen. Ich merke es oft beim Browsen durch meine abonnierten Flickr-Feeds: von den Schwarzweiss-Bildern geht etwas aus, das mich fasziniert – vielleicht sind es die Emotionen.

Ich finde deshalb: Schwarzweissbilder sind keineswegs veraltet. Sie sind eine der Ausdrucksmöglichkeiten im Medium der Fotografie. Die Herausforderung bleibt, Schwarzweissbilder zu gestalten, die so einfach funktionieren. Ich habe jetzt schon ein paar Fotoideen, für die ich auf Farben verzichten will.

Der Schlüssel zur Porträtfotografie: Augenblicken Zeit lassen

In der GAF-Klasse geht es jetzt um Porträtfotografie. Am Samstag haben wir dazu zwei Übungen gemacht, die mir die Augen öffneten und aufzeigten, wie Porträts funktionieren könnten.

Es hört sich eigenartig an: in der ersten Übung steht das Model für 15 Minuten still. Der Fotograf stellt einmal das Bild ein – die Kamera auf dem Stativ – und schaut dann nicht mehr durch den Sucher. Sein Blick richtet sich ganz auf das Model, gesprochen wird während der ganzen Zeit nichts. Der Fotograf beobachtet sein Model, liest Gesichtsregungen und wartet auf den richtigen Moment. Er benutzt am besten einen Fernauslöser.
In der verstreichenden Zeit macht das Model das Bild, weil die Person in ihrer ganz eigenen Art zur Wirkung kommt. Eine Magie, die in der Fotografie wahrscheinlich sichtbar sein wird.

In der zweiten Übung lernten wir, eine Bildvorstellung genau zu formulieren und mit der Kamera einstellen.

Die Kombination der Schritte aus diesen Übungen ergibt eine klare Vorstellung von einem Porträt-Shooting. Und das könnte so ablaufen:

  1. Der Fotograf sucht sich die Umgebung für sein Bild.
  2. Mit passender Ausrüstung und Material richtet er das Bild ein und legt den Ausschnitt fest.
  3. Das Model stellt sich ins Bild.
  4. Der Fotograf achtet nur noch auf den richtigen Augenblick und löst aus, so oft bis der Ausdruck stimmt.

Jetzt gilt es, diese Schritte in einem eigenen Projekt durchzuspielen. Und das bleibt eine Herausforderung, auch wenn die Erfahrungen aus den Übungen mir doch schon ein sehr viel sichereres Gefühl geben, als ich es zuvor hatte.

Die Übungen sind dem Buch Train Your Gaze von Roswell Angier entnommen.

Blitzsynchronisationszeit: Kein Thema mit digitaler Kompaktkamera

Am Samstag in der GAF-Klasse haben wir Übungen mit dem Licht gemacht – mit vorhandenem Licht und mit Blitzlicht. In den theoretischen Grundlagen zur Blitztechnik haben wir auch das Thema «Blitzsynchronisationszeit» angesprochen.

Die Blitzynchronisationszeit ist die kürzeste Belichtungszeit, mit der eine Kamera Blitzaufnahmen machen kann. Gewöhnlich liegt sie etwa bei 1/125 oder 1/250. Wird mit einer kürzeren Belichtungszeit geblitzt, treten bei Kameras mit Schlitzverschluss schwarze Balken im Bild auf. Der Grund: noch während der Blitz am Leuchten ist, verdeckt der sich schon schliessende Verschlussvorhang einen Teil der Bildfläche.

Im praktischen Teil war dieser Effekt dann auch tatsächlich zu sehen. Eine digitale Spiegelreflexkamera belichtete mit einem 1/600 und im Bild waren Teile schwarz.

Ich hatte jedoch mit meiner digitalen Kompaktkamera auch Blitzaufnahmen gemacht und zwar mit einer sehr kurzen Verschlusszeit von 1/2000. Das Bild war gut belichtet und hatte keine schwarzen Balken.

Die Blitzsynchronisationszeit ist für die Kompaktkamera kein Thema. In der Kompaktkamera ist kein Platz für einen mechanischen Schlitzverschluss. Die Belichtung wird elektronisch gesteuert. Der Sensor wird für die Aufnahme einfach ein- und ausgeschaltet. Ohne die mechanischen Einschränkungen sind so kürzere Belichtungszeiten auch mit Blitz möglich.

Für diese Übung habe ich übrigens mein gut 20-jähriges Blitzgerät Osram AF 281 Studio (Bild) auf meine Ricoh GR Digital gesteckt, was wegen der Grössenverhältnisse (Blitz gross, Kamera klein) ein ziemlich lustiges Bild abgab. Das Gerät arbeitet noch tadellos. Verbunden habe ich Kamera und Blitz einmal auch mit einem Synchronisationskabel. Und ich war erstaunt, wie mir das Off-Kamera-Blitzen auf einmal Spass machte.

Siehe auch:
Wie funktioniert ein Schlitzverschluss? – Digicam-Experts.de
Verschluss – olypedia.de
Schlitzverschluss – Wikipedia

Von den Herausforderungen eines Fotoprojekts

In der GAF-Klasse haben wir die Aufgabe, bis Ende April eine Fotoreportage zu machen. Das ist eine grosse Herausforderung und es stellen sich so manche Fragen, wie das Projekt angegangen und umgesetzt werden soll.

Schon bevor ich mit dem Projekt angefangen hatte, war mir klar, was für mich die grösste Schwierigkeit sein würde: Mit Konzept anstatt frei fotografieren. So wie ich bisher mit meiner Kamera unterwegs war, fotografierte ich nach Lust und Laune und suchte mir die Plätze aus, die mich gerade interessierten. So ganz anders ist es, wenn ich mir zuvor überlege, was ich fotografiere, die Bilder plane, auch Menschen mit ins Bild hineinstelle.

Nach einer Woche Reportage-Aufgabe habe ich nun meine ersten Erfahrungen gemacht. Eine Idee hatte ich gefunden und einen ersten Kontakt geknüpft. Nach ein paar Telefongesprächen und einem Besuch vor Ort bin ich mir allerdings nicht mehr sicher, ob sich die Geschichte dieses Schauplatzes in Bildern festhalten lässt.

Für mich ist es wohl am passendsten, wenn ich mir einen Schauplatz suche, den ich zu mir passenden Zeiten besuchen und dann dort frei fotografieren kann. Wohl muss ich mir auch verschiedene Runden der Annäherung erlauben, bevor ich aussagestarke Bilder machen kann.

Schliesslich denke ich, sollten 6 bis 10 Bilder für diese Aufgabe genügen. Wenn sie den Charakter eines Ortes beschreiben oder einen Zustand dokumentieren können, dann dürfte dies als Ergebnis ausreichen. Denn was ist den heute überhaupt eine Fotoreportage? Was lässt sich in zwei Monaten realisieren?

Interessant hierzu finde ich einige Aussagen in der BBC-Sendung The Genius of Photography: Right Time – Right Place (zu sehen bei archive.org) über die klassische und die zeitgenössische Reportage-Fotografie.

Ich bin selber gespannt, welche Bilder ich Ende April zu zeigen habe …

Mein Fotojahr 2007

Die Idee liegt auf der Hand: Ende Jahr zurückschauen auf das, was mich im 2007 bewegt hat, und auf die Fotos, die ich gemacht habe.
Wohl mancher macht seinen persönlichen Jahresrückblick und bloggt darüber. Den Anstoss für einen fotografischen Jahresrückblick hat mir Jeff Curto im Podcast Photocast Network Focus Ring 11 gegeben.

Highlights in meinem Fotojahr 2007

  • Januar: Scannerkauf. Ich übertrage viele Schwarzweiss-Negative aus meinen frühen Fotojahren in die digitale Form und gebe ihnen ein neues Leben auf Flickr. Ich bin jetzt auch ausgerüstet, um (wieder) auf Film zu fotografieren und auch mal mit einer Streichholzschachtel-Lochkamera Bilder zu machen.
    bellerive au lac
  • Februar: Reportage in der Schafmilchkäserei. Ich besuche die Käserei und fotografiere die Käseproduktion. Meine Ricoh GR Digital im Reportageeinsatz – ich bin mit dem Resultat zufrieden.
    Käse schneiden
  • Juni: Vredeborch Stafetta-duo. Für 20 Franken kaufe ich die kompakte Mittelformatkamera am Fotoflohmarkt in Weinfelden. Sie verändert mein Fotografieren. Ich liebe das quadratische Format, die sanften Unschärfen, die Vignettierung – Holga-Stil aber nicht Spielzeugkamera.
    Stadion Letzigrund. An einer Führung kurz vor der Fertigstellung des Bauwerks fotografiere ich mit der Stafetta-duo die Tribüne mit und ohne Stühle.
    stands
  • August: St. Petersinsel/Biel. Inspiriert von Andy Heftis Bild reise ich auf die St. Petersinsel. Ich fotografiere die Schiffswartehalle, das Pavillon auf der Halbinsel und Architektur in der Stadt.
    jnsel
  • September: Ferien im Prättigau. Versuche in Landschaftsfotografie mit der Stafetta-duo. Dazu hauptsächlich Schwarzweissbilder im quadratischen Format mit der Digitalkamera.
    Shack in the fog
  • Oktober: Buch «Vom Glück der Stille» von Peter Steiner. In seinen Fotos finde ich mich wieder. Spätestens ab jetzt mache ich fast nur noch quadratische Schwarzweissbilder. Wiederkehrende Elemente: horizontale Linien, Natur, Architektur, Himmel. Ich sammle diese Bilder im Set «Transcendental».
    Sulzerareal Winterthur. Mit der Winterthurer Flickr-Gruppe auf Fototour. Mir gelingen Aufnahmen – analog und digital – die in meinem Fotojahr einen wichtigen Platz einnehmen.
    brick building
  • November: Sogesehen.ch. Ich richte mir ein Fotoportfolio unter eigener Domain ein.
  • Dezember: Säntis. Weitere Landschaftsaufnahmen – quadratisch und schwarzweiss, dieses Mal mit der Franka Solida II.
    View from Säntis

Der Blick ins Jahresarchiv zeigt, dass sich in den letzten 6 Monaten meine Bilder verändert haben. Fotos in Farbe sind selten geworden. Der Blick auf dieselben Motive hat sich gewandelt.

Im Jahr 2008 stehen wohl weitere Entwicklungen an: Von März bis August bin ich Teil der GAF-Klasse 12.07.zh und werde Projekte im Bereich Reportage und Porträt machen.
Und ich werde weiter zum Thema Fotografie hier im Blog schreiben.

Und vielleicht kann ich jetzt dann auch noch Martin Gommels Frage «Welches war Dein bestes Foto 2007?» beantworten …

Autodidaktische Fotoklasse: Das erste Treffen

Wer eine Fotoausbildung sucht, aber nicht gleich ins professionelle Geschäft einsteigen will oder kann, für den bietet sich vielleicht eine Gruppe für autodidaktische Fotografinnnen und Fotografen (GAF) als Alternative an.

Von einem Flickr-Kontakt habe ich eine Einladung für eine GAF-Klasse in Zürich erhalten. Morgen Samstag findet ein erstes Treffen statt.

Ich finde das Konzept der selbstorganisierten Foto-Klassen sehr überzeugend. Die Mitglieder einer Klasse wählen und finanzieren eine Lehrperson, die die Gruppe durch eine oder mehrere Sitzungen begleitet. Zusammen werden Lehrplan, Übungen und Dauer der Ausbildung erarbeitet.

Für das erste Treffen wurden folgende Fächervorschläge an die Interessierten verteilt:

  • Kameratechnik (Kleinbild, Mittelformat)
  • Digitale Fotografie
  • Bildbearbeitung
  • Farbmanagement
  • Digital Print
  • Dokumentar-/Reportagefotografie
  • Portraitfotografie
  • Studiofotografie/Still life
  • Inszenierte Fotografie
  • Ästhetik/Bildaufbau
  • Parallelen Malerei/Fotografie

Das ist ein sehr umfangreiches Angebot. Ich möchte noch zwei Themen hinzufügen:

  • Bilder auswählen für Ausstellungs- oder Buchprojekte
  • Arbeiten am eigenen Thema/Stil

Die Klasse dürfte eine riesige Gelegenheit sein, mich weiterzuentwickeln und neue Themen zu erschliessen. Ich bin auch schon sehr gespannt, wer die anderen in der Klasse sind. Es soll den Initianten wichtig sein, keine Technikfreaks, sondern wirklich kreative Leute dabei zu haben, hiess es in der Ankündigung.

Falls ich schliesslich bei der Klasse mitmache, könnte ich mir gut vorstellen, dass ich hier im Blog einiges über die Projekte und Themen berichten werde. Also, ich freue mich auf eine erste Begegnung mit der Foto-Klasse.

Update: Nach dem Treffen habe ich ein Paar Flickr-Kontakte mehr und eine Vorstellung, wie die GAF-Klasse ab Januar 2008 ablaufen könnte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befinden sich die meisten auf sehr ähnlichem Niveau und möchten vor allem im Bereich Porträt weiter kommen. Als Dozent wurde Roland Iselin verpflichtet. Seine Porträtfotografie gefällt mir sehr und ich möchte gerne von ihm lernen.
Am Treffen waren rund 20 Personen, für die Klasse wären 12 Teilnehmer ideal. Einige müssten also ausscheiden. Auch ich muss meine Teilnahme noch mit dem übrigen Leben abstimmen.