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Stativ für Kompaktkameras: Slik Sprint
Der Man with a Movie Camera trägt seine Kamera auf einem schweren Stativ durch die Strassen. Der Mann mit Kompaktkamera – das wäre ich – hat ein leichtes Stativ, das er auch in seine Tasche stecken kann.
Mein Stativ Slik «Sprint» habe ich vom Foto Bären in Zürich. Es hat mir gefallen, weil es einfach das ist, was es sein soll: ein Stativ zum leicht Mitnehmen.

Das «Sprint» kommt ohne Schnicknack aus, und das entspricht mir. Die Beine lassen sich in vier Elemente ausziehen. In seiner vollen Grösse kommt das Stativ bei mir fast auf Augenhöhe (max. Höhe gemäss technischer Beschreibung: 160 cm). Die Mittelsäule lässt sich auch umdrehen. Der kleine Kugelkopf hält die Kamera zuverlässig. Empfohlen ist das Stativ für Kameras bis 1,4 Kilogramm. Für alle meine Kompaktkameras (digital oder Mittelformat) bietet das Dreibein genügend Stütze.
In der Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Stand meist auch gut ist, wenn die Beine nicht ganz bis zum Anschlag nach aussen gespreizt sind. Das «Sprint» erweist sich als schnell und flexibel im Auf- und Umstellen, je nach Platzverhältnis und Aufnahmesituation. Ein etwas schiefer Stand kann mit dem Kugelkopf leicht ausgeglichen werden.
Ich war ja schon eine Weile auf der Suche nach einem neuen Stativ. Schliesslich habe ich weder das China-Stativ noch eines der beiden grossen Marken genommen. Ich finde, die japanische Stativschmiede Slik hat mit dem «Sprint» ein solides Stativ in schöner Pro-Optik am Markt, das auch recht günstig ist. Ich bin mit dem dem «Sprint» gut bedient, auch wenn es nicht alle Einstellungen erlaubt. Dafür hat es denselben Vorteil, den meine Kameras haben: es ist kompakt.
Link:
Slik Sprint bei THK Photo Products
Lochkamera-Bausatz: Wunderbare Fotos aus der schwarzen Box
Am letzten Samstag habe ich im Arslonga eine zusammensteckbare Lochkamera gekauft. Der Bausatz «Pinhole Camera» von 4M wird unter dem Label «Kidz Labs» verkauft und verspricht ein inspiring optical science kit for both kids and adults
(Text auf der Schachtel) zu sein.
Ein Spielzeug auch für mich, dachte ich, und kaufte mir diese schwarze Plastik-Lochkamera. (Bilder von der Kamera gibt es auf Flickr.)
Am Sonntag und am Montag, in der Mittagspause bei Sonne am Zürcher Platzspitz, habe ich meinen ersten Film mit der Pinhole durchgelassen.
Der Bausatz ist einfach zusammenzusetzen. Zu erst schneidet man aus der mitgelieferten Alufolie ein Stück aus, das man mit dem auch enthaltenen doppelseitigen Klebeband an die Innenseite der vorderen Abdeckung klebt. Die Beschreibung erklärt dann, wie mit einer Nadel ein Loch in die Folie zu machen ist. Schwierigkeit hier: das Loch sollte in der Mitte und möglichst klein sein. Mir gelang der erste Versuch noch nicht so recht. Zum Glück liegen in der Schachtel genügend Folie und Kleber für mehrere Versuche (oder auch Experimente). Die weiteren Teile sind leicht zusammengesetzt. Für den «Verschluss» muss eine Feder eingesetzt werden. Sie bewegt dann einen Schieber vor das Loch in die Kamera. Mit dem «Auslöser» drückt man den Schieber dann herunter. Im Innern ist alles vorgefertigt, die drei Hauptbauteile und die Spulen müssen nur zusammengefügt werden. Die hintere Abdeckung wir auf beiden Seiten mit Klammern festgemacht. Alles passt und wirkt lichtdicht. Eine sehr komfortable Lochkamera.
Eingelegt wird ein 35mm-Kleinbildfilm. Das Einfädeln ist ein bisschen mühsam, da die Spule locker sitzt und erst mit dem Schliessen der Rückwand fest sitzt. Damit der Film flach liegt, ist es wichtig, mit dem Rückspulknopf den Film zu spannen. Beim ersten Versuch ist mir dabei der Film von der Spule gerutscht und die Lasche wurde in die Dose hineingezogen. Schliesslich stellte sich dies als Glücksfall heraus. Denn jetzt musste ich einen anderen Film nehmen und bei mir lag noch ein Ilford XP2 herum. Der Schwarzweissfilm mit ISO400 lässt sich im Farbprozess und daher im 1-Stundenservice entwickeln. Ausserdem ist er sehr gutmütig bei Über- und Unterbelichtung. Das ist für Lochkameraexperimente eine sehr gute Voraussetzung.
Ich war also bereit zum Fotografieren mit meiner schicken schwarzen Box. Am Sonntag machte ich ein paar Aufnahmen rund um das Haus.
Bei dieser Aufnahme habe ich die Kamera auf ein Stativ gestellt. Nein, die Pinhole hat keine Stativgewinde, aber die Stellfläche an meinem Stativkopf ist genügend gross, um neben der Schraube die Kamera aufzulegen und festzuhalten. Belichtet habe ich rund 3 Sekunden. Ich habe keine grossen Berechnungen angestellt. Ich ging davon aus, dass ich mit ISO400 bei bedecktem Himmel etwa im gleichen Bereich liegen würde wie bei meinen früheren Pinhole-Experimenten mit einer Streichholzschachtel bei Sonne und mit ISO200-Film.
Am Montag in der Mittagspause schien dann die Sonne. Die Fotos sind ausgezeichnet beleuchtet und der Film in der Kamera hat in diesem Licht viele Details aufzeichnen können. Die Bilder werden erstaunlich scharf, wenn die Kamera auf einem festen Untergrund festgehalten wird.
Bei dieser Aufnahme habe ich die Kamera mit dem Rückteil auf eine Mauer gelegt und senkrecht nach oben fotografiert.
Für mich liefert die Kamera wertvolle Bilder – in einer wunderbar unperfekten Bildsprache, die aber genug zeigt, um doch eine Szene beschreiben zu können. Ich würde die Lochkamera gerne auf einer Reise einsetzen, denn sie ist leicht und robust, und sie funktioniert, wie es scheint, verlässlich.
Die Lochgrösse scheint mir gut zu sein. An der Folie ändere ich also vorerst nichts. Wahrscheinlich teste ich die Lochkamera bald einmal auch mit einem Farbfilm. Und vielleicht erstelle ich eine Maske für ein quadratisches Bildformat. Denn für weiteres Modding lässt die Kamera Raum.
Übrigens: Zu dieser Art von langen Berichten hat mich die Lektüre in moominseans Blog angeregt.
Siehe auch: Seite Lochkamera in meinem Wiki.
Mein neustes Foto-Accessoir: ein Blasbalg
Auch das gehört zum Zubehör eines Hobbyfotografen: Ein Blasbalg. Er dient zum Reinigen der Kamera (auch zur Sensorreinigung von Spiegelreflexkameras empfohlen) und zum Wegblasen von Staub auf Negativen vor dem Scannen.
So, und nun ans Scannen, hoffentlich mit weniger Staubentfernung am Computer in der Nachbearbeitung.
China-Stativ: Soll ich kaufen oder nicht?
In der guten alten Fotoabteilung von Eschenmoser gibt es Stative der Marke FanCier zu kaufen. Angeschrieben sind sie als «Profi-Stativ». Ein Modell aus Alu mit kleinem Kogelkopf kostet 149 Franken, eines aus Karbon mit Dreiweg-Neiger kostet etwas mehr.
Ich habe im Laden mit dem günstigeren etwas hantiert und es ganz ausgezogen. Es fühlt sich robust und stabil an. Ich habe es auch mit einem Marken-Stativ verglichen und es fühlte sich nicht offensichtlich wackliger an.
Ich frage mich nun: Wäre das ein guter Kauf?
Im Internet habe ich über die Marke FanCier wenig herausgefunden. Offensichtlich handelt es sich um ein Produkt aus China. Eine Firmen- oder Produkte-Website war nicht zu finden, auch praktisch keine Benutzerberichte.
Auf photo.net hat ein Nutzer seine Erfahrungen mit einem FanCier-Stativ beschrieben, und dieser Bericht klingt gar nicht so schlecht. In einem Forum an einem anderen Ort fand ich die Aussage, Stative der Marken Gitzo oder Manfrotto seien einfach überteuert.
Mir ist klar: Qualität hat seinen Preis. Und mir geht auch folgendes Zitat von The-Digital-Picture.com nicht aus dem Kopf:
Skip this costly upgrade cycle and buy right the first time. Few regret buying a quality tripod – a quality tripod will make you want to use it more – your photography will improve because of it.
Ich überlege mir dennoch, ob ich mit dem Kauf des China-Statives nicht doch zufrieden wäre. Ich könnte damit auf jeden Fall mehr unternehmen, als mit meinem jetzigen.
Ist so ein Stativ etwas wert oder würde ich den Kauf tatsächlich nur bereuen?
Schafmilchkäse mit Auszeichnung
Ich habe es beim Nachtessen schon oft gesagt: Dieses «Schafchäsli» hat eine Auszeichnung verdient. Und tatsächlich.
Seit ein paar Wochen klebt auf dem «Schafchäsli» in den Zürcher Migros-Filialen ein Aufkleber mit der Aufschrift «Silberner Preis 2006 · DLG-prämiert ».
Die Deutsche Landwirtschaftliche Gesellschaft (DLG) zeichnet in einem «internationalen Qualitätswettbewerb» jedes Jahr Milchprodukte aus. Unter den Preisträgern sind gleich vier Schafkäsesorten des «Schafchäsli»-Herstellers vertreten.
Das «Schafchäsli» wird von der Faltigberger Schafmilchkäserei F. + F. Koster produziert. Der Betrieb liegt im Zürcher Berggebiet oberhalb von Wald (ZH). Das «Schafchäsli» ist ein Weissschimmel-Weichkäse aus 100 Prozent Schafmilch.
Ich bin ein absoluter Liebhaber dieses Schafmilchkäses. Und ich habe mich gefreut, dass wahr wurde, was ich dem Käse schon lange gewünscht hatte.
Die Informationen über den Silberaufkleber auf dem «Schafchäsli» habe ich per E-Mail von der Migros-M-Infoline erhalten. Zunächst musste meine Anfrage zwar als «Beanstandung» weitergeleitet werden, wie mir mitgeteilt wurde. Am Schluss gab mir der «Sachbearbeiter Kundenforum» wiklich ganz freundlich Antwort.
Filmformat mit Filmempfindlichkeit verglichen
Heute habe ich im nahen Fotogeschäft nach einem «120er-Film» gefragt für meine 6×6-Kamera Franka Solida II (siehe Bild).
Die Mitarbeiterin drehte sich zum Gestell mit den Filmen und sagte: «Wir haben nur 125er» und zeigte dazu auf einen Ilford FP4 35 Milimeter-Kleinbildfilm. Sie verglich die Filmempfindlichkeit ISO 125 mit dem Filmformat 120er Rollfilm. Und weil das Äpfel und Birnen sind, fühlte ich mich natürlich nicht verstanden.
Auch die herbeigeholte Hilfe konnte mich schliesslich nicht bedienen. Denn der Laden führe keine 120er-Rollfilme mehr, wie ich zur Kenntniss nehmen musste.
Der Besuch im Fotogeschäft erinnerte mich daran, dass ich selbst als 16-Jähriger eine Berufslehre als Fotofachangestellter (heute Fotofachmann/Fotofachfrau) machen wollte.
Ich werde mir also den Film so bald wie möglich in einem anderen Fotogeschäft holen, denn so exotisch ist mein Wunsch ja doch nicht.
[Update, 6. Januar 2007] Und doch sind 120er-Filme scheinbar exotisch. Meine entwickelten Negative erhielt ich bei Foto Ganz in einem Umschlag für APS-Filme überreicht. Hier wird aufgebraucht, was noch so rumliegt; eigene Umschläge für 120er-Filme gibt es wohl gar keine mehr. Und die Preise für Filmentwicklungen ohne Fotoabzüge steigen auch immer weiter nach oben …
Zudem überlege ich mir ernsthaft die Anschaffung eines Scanners, der auch meine 6×6-Negative digitalisiert.
Internetanwendungen die ich nicht nutze.Teil 1: Auktionen
Auf Auktionsplattformen im Internet verkaufen Privatpersonen und Kleinhändler gebrauchte und neue Waren. Käufer bieten um die Wette. Mit Geduld und Glück kauft man so Heissbegehrtes zu Schnäppchenpreisen.
Weltleader bei den Auktionsplattformen ist eBay. In der Schweiz beliebt ist richardo.ch. Kleine Anbieter wie 321win.ch funktionieren gleich. Es wird berichtet, einige Menschen seien durch eBay reich geworden.
Mich spricht diese Art des Einkaufens im Internet nicht an.Der weltweite Marktplatz im Internet wird zwar weit herum mit positiven Attributen beschrieben. Der Kundenservice der privaten und halbprofessionellen Händler sei besser als der grosser Detailhandelshäuser. eBay ist JEKAMI-Globalisierung wie sie nur dank des Internets möglich ist. Unabhängig von den Giganten, bei denen man mit den Kaufpreisen noch die Marketingabteilung bezahlt, kann hier jeder sein Geschäft machen.
Auf der anderen Seite kann eine Banalisierung der Werbung und immer weniger professionelle Beratung befürchtet werden.
Ich klicke mich nicht durch die Angebote mir unbekannter Händler. Die Zahlen des Bewertungssystems zu interpretieren, finde ich lästig. Ich halte nichts vom Nervenkitzel beim Feilschen um den Verkaufspreis.
Wenn ich etwas einkaufen möchte, informiere ich mich in Prospekten, Zeitschriften oder im Web und gehe dann in einen Laden. Ich informiere mich über die Preise, vergleiche und greife beim passenden Angebot zu. Ich bevorzuge es, die Ware sofort in den Händen zu haben. So ist meine Einkaufsfreude am grössten.




