Was ist der kürzeste Weg von Zürich ans Meer?

Forte Diamante By Vmenkov via Wikimedia Commons

Zuerst dachte ich, der kürzeste Weg zum Meer führt immer dem Fluss entlang, denn alle Flüsse sammeln sich im Meer.

Ich wohne in Zürich und das liegt bekanntlich nicht am Meer. Obwohl die Zürcher derzeit einen Hafenkran an der Limmat aufgestellt haben und sich fragen, ob die Stadt im kleinen Binnenland einmal einen Hochseehafen hatte oder haben sollte. In den Neunzehnachziger-Jahren forderte die Jugend Zürichs «nieder mit den Alpen – freie Sicht aufs Mittelmeer». Mit der Sehnsucht nach dem Meer bin ich in Zürich also wohl kaum allein.

Ein Blick auf die Karte zeigt dann auch, dass Zürich deutlich näher am Mittelmeer liegt als an der Nordsee oder dem Atlantik.

Eine Abfrage der Bahnverbindungen ergibt dann, dass ich von Zürich in fünfeinhalb Stunden ans Meer reisen kann – nach Genua.

Auf meiner Fahrt Richtung Süden muss ich jedoch zuerst die Alpen überwinden. Ich kenne einen Teil der Strecke. Ich kann mir aber nicht vorstellen, welche Landschaften ich auf meinem ganzen Weg sehen werde, bis ich das Meer erblicke. Genua, die Stadt wo Menschen geboren sind, die grosse Seefahrer wurden. Da hin schaffe ich es in fünfeinhalb Stunden von Zürich mit dem Zug.

Doch ich will auch wandern in den Hügeln um die Stadt, wo Wehrmauern und Festungen errichtet wurden.

Passend zu meinem Meerfieber habe ich dieses Video gefunden. Es wurde in Camogli in der Nähe von Genua gefilmt. Zu hören ist das Gedicht „Sea Fever“ von John Masefield.

Auf diese Reise nehme ich die Kidzlabs-Lochkamera mit Farbfilm mit. Über die Kamera habe ich einmal geschrieben:

Ich würde die Lochkamera gerne auf einer Reise einsetzen, denn sie ist leicht und robust, und sie funktioniert, wie es scheint, verlässlich.

Ich habe mit ihr in Salzburg und auf Guernsey fotografiert. Und jetzt ist also Genua an der Reihe: Hügellandschaften, Stadtansichten und das Meer.

Eine zweite Kamera wird auch noch mitkommen ins leichte Gepäck – ich bin mir noch nicht sicher welche.

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