«Lesser Photographer» – Nur eine Kamera für einen Nachmittag

Ich nehme die Idee des A Lesser Photographer ab jetzt ernst und mache Schluss damit, mehrere Kameras mit mir herum zu tragen. Ideal wäre es, wenn die Kamera um den Hals ohne Tasche getragen werden könnte (siehe Bild). Die Vision: Weniger Last, freie Hände – langsamer und freier unterwegs.

Unter der Woche soll es die eine Kamera für das 52-Wochen-Projekt sein. Ich möchte in diesem Jahr einen Versuch damit unternehmen und habe dazu die Ricoh FF-1 auserkoren. Da ich mit Film fotografiere heisst das, dass ich nicht jede Woche ein Foto online stellen aber doch fotografieren und in einem Notizbüchlein dokumentieren werde – der Anfang in Woche 1 ist jedenfalls schon mal gemacht. Update: Hier ist das Set des 52-Wochen-Projekts.

Am Wochenende will ich jeweils eine Kamera je nach Projekt oder Laune auswählen. Auch hier mit der Absicht, leichter bepackt und konzentrierter meine fotografischen Ideen zu verfolgen. Auf einen Nachmittag mit vier Kameras möchte ich ab jetzt verzichten.

Und auch in die nächsten Ferien werde ich nur mit einer Kamera reisen. Von den vier Kameras, die ich im letzten Jahr auf Guernsey mit nahm, würden somit drei zuhause bleiben. Auch aus «A Lesser Photographer»-Sicht dürfte ich mich wohl für die schwere Fujica G690 BL entscheiden und damit hoffentlich noch viel konsequentere Schwarzweiss-Landschaftsaufnahmen nachen.

C.J. Chilvers hat das Lesser Photographer Manifesto verfasst und bloggt auf alesserphotographer.com über mehr Kreativität in der Fotografie mit weniger Ausrüstung. Viele technikorientierte Blogs und Podcast und zahllose How-to-Artikel lenken ebenfalls vom kreativen Fotografieren ab, meint Chilvers. Ebenso das Streben nach einer Profikarriere. Viel Gedankenfutter für Fotofreunde. Ich muss sagen, in den meisten Punkten teile ich Chilvers Anliegen.

Ich will im Jahr 2012 bewusster als «lesser Photographer» unterwegs sein. Hoffentlich tut’s mir und meinen Fotos gut.

PS: Wenn wir schon bei der Idee von Weniger sind: weniger iPhone, weniger Social-Media-Gedöns, weniger Nabelschau, weniger Stuff würde sicher auch gut tun.

Geschrieben von Stefan Bucher am 6. Januar 2012 in Fotografie. Tags: , , , . 152 Mal angesehen.

Kommentare

  • philip sagt:

    Ja, wirklich löblich diese “Beschränkung auf das Wesentlche”.

    Selber gibt’s bei mir Tage denen mir das sehr gut gelingt, und wieder andere wo ich “nicht genug in die Tache bringe”.
    Respekt habe ich vor dieser langzeitlichen und sehr konsequenten “Beschränkung”.

    Und wie dieser Herr Chilves richtig meint, können Dinge die nichts direkt mit dem fotografieren zu tun haben, zu sehr ablenken. Einfach zu viel wollen und dann aber weniger machen . . .
    Toller Blog hier :)

  • Danke Philip für deinen Besuch und Kommentar. Freut mich von jemandem zu hören, der hier mitliest ;-)

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