Archiv vom Juni 2011

Eine Liste mit iPhone-Foto-Apps

Ich wurde nach einer Liste mit Foto-Apps gefragt (von @pips1), die ich auf dem iPhone verwende. Nun bin ich sicher nicht einer, der alle Apps herunter lädt und unaufhörlich in immer neuen Kombinationen damit herum spielt. Deshalb ist meine Liste wohl recht kurz und einige der Apps vielleicht auch veraltet.

Hier meine Liste:

  1. Instagram (immer iTunes-Link). Ja, die meisten Fotos, die ich auf Instagram sharen will, bearbeite ich auch mit Intagram. Es ist wahrscheinlich meine am häuftigsten genutzte Foto-App.
  2. Lo-Mob. Hat ein paar gute Schwarzweiss- und Vintage-Filter und Rahmen, die verschiedene Formate simulieren (Mittelformat, TTV, Polaroid, Peel-Film). Das gute ist, dass der Ausschnitt verändert und die Rahmen auch deaktiviert werden können.
  3. Cross Process. Schöne Farbverschiebungen, entweder soft oder «Extreme». Mit oder ohne Rahmen.
  4. Plastic Bullet Camera. Wendet auf das ausgewählte Foto unendliche Zufallseffekte an mit Light-Leaks, Schwarzweiss, Ausbleichung etc. Sehr verspielt aber sehr stimmungsvoll.
  5. Film Lab. Simuliert zahlreiche Marken wie Kodachrome, Agfa- oder Ilford-Filme sowie alternative Prozesse wie Crossentwicklung, Sepia, Bleichung oder Daguerreotype. Mit zusätzlichen Bildbearbeitungsfunktionen.
  6. Vint B&W. Sehr schöne Schwarzweissumsetzung siehe im Blog hier). Leider lassen sich Fotos nur in der App aufnehmen und nicht von der Camera Roll laden.
  7. Slow Shutter Cam. Macht ganz gute Langzeitaufnahmen, mit Selbstauslöser, damit man das iPhone besser in eine ruhige Position bringen kann, und Belichtungskontrolle.
  8. Pocket Light Meter. Mehr ein Werkzeug für Foto-Enthusiasten: das iPhone als Belichtungsmesser.

Immer die neusten Meldungen über Updates, Aktionen und neue Apps erhalte ich aus den Blogs Life in Lofi und iPhoneography.com, die ich übrigens praktisch nicht auseinander halten kann, wenn über Google Reader konsumiert.

Einen Tipp nicht nur für Schweizer: iPhoneography.ch folgen (auf Tumblr)! Dort wird zu den Bildern immer auch angegeben, welche Apps verwendet wurden.

Rezeptur aus dem Internet – Mit Kaffee Filme entwickeln

Ufenau (Caffenol)

Bild entwickelt in Caffenol-C-M

Dieses Video-Tutorial auf Youtube ist drei Jahre alt und war meine erste Begegnung mit diesem Thema. Seither verbreiten und verfeinern sich Rezepturen und Berichte über «Caffenol»-Entwicklung in Foto-Blogs und -Communities.

Die Faszination liegt im Unglaublichen: Fotofilme lassen sich in einem Gemisch aus Instant-Kaffee, Vitamin C und Soda entwickeln. Alltagsprodukte übernehmen die Aufgabe, die sonst nur Entwickler-Chemikalien aus dem Laborfachgeschäft schaffen. Und scheinbar ist der Kaffee-Mix auch umweltverträglich und billiger.

Vor ein paar Wochen kam ich dazu, selber meinen ersten Film in Caffenol zu entwickeln. Ich wählte dabei das Rezept «Caffenol-C-M» von Reinholds Caffenol-Blog für einen Fomapan 100-Mittelformatfilm belichtet in meiner Stafetta-duo.

Den Beschreibungen für die benötigten Produkte und das Mischen der Substanzen ist problemlos zu folgen. Ich kann dem nichts hinzufügen.

Folgende Beobachtungen finde ich jedoch erwähnenswert:

  • Vitamin C (Ascorbinsäure) in Pulverform ist nicht billig. 50 Gramm kosteten 8.30 CHF. Gut, das dürfte eine Weile reichen.
  • Wie umweltverträglich das Gemisch ist, und es sich bedenkenlos in den Ablauf schütten lässt, ist fraglich. Immerhin ist die Entwicklersubstanz stark basisch.
  • Die übrigen Chemikalien – Stopper und Fixierer – werden von der braunen Caffenol-Suppe stark verschmutzt. Ich habe sie danach zum Entsorgen weggeleert. Wie gut sie noch zu verwenden wären, weiss ich nicht. Ich vermute, dass hier eventuell zusätzliche Kosten entstehen, da diese Chemikalien häufiger ausgewechselt werden müssen. Vielleicht wissen die Foren da draussen auf diese Frage ja eine Antwort.
  • Besondere Sorgfalt ist glaube ich beim Vorwässern des Films geboten, bevor das Caffenol eingefüllt wird. Und dann beim Klopfen, so dass die Luftblasen nach oben steigen können. Mit mehr Übung und noch etwas Recherche nach Tipps können so Flecken sicher vermieden werden.

Wer sich ins Thema vertiefen mag, wird sicher spannende Erfahrungen machen und gute Resultate erzielen. Ich habe Freude an meinen Bildern vom Caffenol-Film.

Caffenol-Zutaten

Bereit für die Caffenol-Entwicklung.

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Was ist das hier?

Weblog von Stefan Bucher seit 2003. Ich fotografiere leidenschaftlich seit meiner Jugend – in den letzten fünf Jahren wieder meist auf Film. Ich teile gerne meine Erfahrungen und berichte über meine Projekte. Mein Zuhause ist in Zürich, Schweiz.