Auch die hippste Digitalkamera macht mich nur bedingt heiss
Als Abonnent des Newsletters von Lumobox.com, einer Galerie von Fujifilm, habe ich von der ersten Schweizer Publikums-Präsentation der neuen Kamera Finepix X100 erfahren. Diese Gelegenheit nutze ich und 4 (!) andere Fuji-Fans, um das begehrte Stück in die Hand zu nehmen.

Man liest viel über die X100 in den Fotografieblogs überall. Denn Fujifilm scheint es besonders auf die frühen Benutzerbewertungen abgesehen zu haben. Die Meinungen scheinen mir jedoch geteilt zu sein.
Für Aufregung sorgte das Video von Mijonju, in dem er wegen des manuell-elektronischen Fokussierens die Nase rümpfte (es geht dabei nicht nur um die Frage, ob die Kamera eine Messsucherkamera sei, was sie definitiv nicht ist). Tatsächlich hat mich dann auch das manuelle Fokussieren interessiert und ich muss sagen, es bleibt ein gemischtes Gefühl zurück. Am Objektivring gibt es keine Distanzangabe, der Scharfeeinstellungsring lässt sich endlos drehen ohne Anschlag und die Schärfenachführung wird elektronisch gesteuert mit einem doch spührbaren Verzug. Im optischen Sucher gibt es keine Fokussierhilfe (kein Mischbild), dazu muss auf den elektronischen Sucher gewechselt werden. Wie praktisch dieses Hinundher in der Praxis dann wirklich ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Alles sehr gewöhnungsbedürftig jedenfalls, denke ich.
Ohne Zweifel eine innovative Kamera, die viel Spass und viele gute Bilder (und Videos) machen wird. Und schön sieht sie aus.
Selbstverständlich erkannte der Verkäufer von Fujifilm rasch, dass ich vermutlich ziemlich genau seinem Bild der Zielgruppe für die X100 entsprach. Jedoch wusste er wohl nichts von meinem Commitment zur Filmfotografie. ;-)
Und ja, ich habe einen Prospekt in die Hand gedrückt bekommen.

Kommentare
[...] Ich lasse mir von Fujifilm die X100 demonstrieren. Heute würde mich die X10 mehr [...]