Archiv vom Juli 2008

Fotopräsentation im Magazinstil mit Issuu.com

Was du hier siehst, ist ein Web-Magazin auf Issuu.com, das ich mit meinen Fotos und Blogtexten gestaltet habe. Man kann darin blättern, wie in einem «Heftli».

Mich hat diese Art der Präsentation meiner Fotos angesprochen, und ich habe gleich drei unterschiedliche Issues erstellt. Ich stelle mir vor, wie meine Fotografien in einem Magazin wirken könnten. Und ich gestalte kleine redaktionelle Arbeiten – Bild und Text kombiniert.

Was mir dabei auffällt: Blogtexte sind keine Magazintexte. Verweise durch Links und durch den Zeitpunkt, an dem ein Eintrag im Blog publiziert wurde, fallen im Magazin weg. Die Texte müssten für das Magazin ganz anders angegangen werden. Als Experiment genügten mir aber meine Blogtexte.

Auf Issuu kann man sein selbstgemachtes Magazin als PDF hochladen. Erstellt habe ich die Seiten in Apples Pages.

Issuu.com wir auch von «Blick am Abend» und anderen Schweizer Gratiszeitungen für ihre Webausgabe genutzt. Oder viele Kreative präsentieren ihre Portfolios von Design- und Fotoarbeiten. Darauf gekommen bin ich via den Artikel Two Great Ways to Publish Your Own Magazine auf Photojojo.com.

Bildbeschreibung: Sonnenschutz

Ich wollte schon lange einmal eine Beschreibung eines meiner Bilder machen und ausdrücken, was mich zu diesem Bild bewog und wie es entstanden war. Heute versuche ich es einmal mit diesem Bild:

Die Beschreibung mache ich in der Form, wie ich sie im Buch «Eine andere Art zu erzählen» gesehen habe – als Antwort auf die Frage «Was sah der Fotograf?».

Was sah ich?

Ein Sonnendach, das Gartenbeete vor der Sonne schützt. Stoffbahnen, die an Stangen befestigt sind. Eine Stofflandschaft aus Tälern und Erhebungen; Stoff, der vom Regenwasser schwer ist. Schwarzer Schmutz, der in den roten Fasern hängt. Himmel, der zwischen den Maschen und Bahnen durchscheint. Ein Bild von Arbeit, Natur, Luft und Licht.

Wie ich zum Bild kam

Ich besuchte am Sonntag das Zehendermätteli bei Bern mit seiner Gärtnerei. Die Beete mit dem roten Sonnenschutz fielen mir sofort ins Auge. Ich kroch unter das Tuch und suchte einen Bildwinkel. Ich wollte den Stoff möglichst grossflächig ins Bild bekommen. Damit das Bild aber nicht zu abstrakt würde, sollte auch gezeigt werden, wie das Tuch befestigt ist. Ich nahm diagonale Linien und eine rechtwinklige Stange als Fixpunkt ins Bild. Mir gefiel, dass das schmutzige Rot nicht dominiert. Die Farbe ist eher wie eine Grundtönung zu den dominierenden Linien und Strukturen des Stoffs. So passt die Fotografie für mich in meine «Transzendental»-Serie.

Und jetzt bin ich gespannt, was der Profi-Kritiker auf fokussiert.com zu diesem Foto zu sagen hat, denn dort habe ich es als Leserfoto eingereicht.
Den Link werde ich hier nachliefern, falls das Bild besprochen wird.

Update, 1. September 2008: Heute ist mein Bild in der Profikritik auf fokussiert.com. Vielen Dank für die tolle Kritik. Und, ja, Mittelformat 6×6 mache ich auch schon.

Update. Und übrigens: Bitte stimmt für das Bild auf JPG Magazine: