Archiv vom Mai 2008

Latente Bilder: Von Ferienfotos, die analog oder digital vorhanden sind

Das latente Bild ist unsichtbar in der Silberschicht von belichtetem Filmmaterial vorhanden. Sichtbar wird es erst mit dem Entwickeln.

So geht es zurzeit mit einem Teil der Bilder aus meinen Ferien in den letzten zwei Wochen. Zwei Rollen Film (und noch eine von vor den Ferien) liegen belichtet bereit zum Entwickeln. Bis der ganze Film-Workflow durch ist und die Fotos online erscheinen, wird es also noch eine Weile dauern.

Anders mit den digitalen Aufnahmen. Sie werde ich auswählen, bearbeiten und schon in den nächsten Tagen bei Flickr online stellen. So wie das erste Foto heute:

one among many

Die Tatsache, dass die Fotos sofort verfügbar sind, mag für die digitale Fotografie sprechen. Gerade in den Ferien fühlte ich mich aber wieder einmal stärker zur Fotografie auf Film hingezogen. Und auch an der Ausstellung World Press Photo 08, die ich am letzten Wochenende besucht hatte, bestätigte sich der Eindruck, dass Filmfotografie nicht tot ist (nur vielleicht einfach etwas komisch riecht).

So werde ich die Zeit, bis die Filme fertig entwickelt sind, mit einigen digitalen Fotos auffüllen und mal sehen, was für eine Abfolge von Ferienbilder dabei entsteht.

Siehe auch:
Wikipedia: Latentes Bild und Entwicklung

Bilder im Panorama-Format mit Billig-Kamera

Chairs (panoramic camera)

Wieder einmal neue Bilder, in einem neuen Format, mit einer neuen Kamera in meiner Sammlung.

Seitdem ich diesen Blog-Artikel von moominsean gelesen hatte, wollte ich bei Gelegenheit auch einmal Fotos mit einer Billig-Panorama-Kamera machen.

Auf eBay habe ich die kleine «Jazz 101» gefunden und gewonnen (mein erster eBay-Kauf überhaupt, übrigens). Die Kamera ist so simpel, wie man sich eine Kleinbildfilm-Knippse vorstellt. Sie hat ein 28mm-Objektiv und eben diesen Panorama-Modus («2-Way Camera»). Dabei wird das Sucherfenster und der Belichtungsrahmen auf das schmale Format verkleinert. Eine weitere Besonderheit: die Linsenabdeckung öffnet sich beim Drücken des Auslösers. So bleibt das wohl wertvollste Gut dieser Kamera schön geschützt.

Jazz 101 panoramic camera

Obwohl das Format ja nicht wirklich ein «Panorama» abbildet, wirken die schmalen Bilder in die Breite. Der Eindruck eines extraweiten Sichtfelds wird verstärkt, wenn im Bild räumlich verteilte Elemente kombiniert werden. Also ein naher Vordergrund und ein entfernter Hintergrund. Oder in den Bildhälften Objekte, die sich voneinander wegbewegen.

Die kleine, silbergraue Billigkamera eröffnet also weitere fotografische Blickwinkel auf die Welt …