Archiv vom Oktober 2006
Im Fotografieren weiterkommen
Es gibt einen Drang im Menschen, sich weiter entwickeln zu wollen – in der Karriere, als Persönlichkeit und auch im Hobby.
Neues gelernt habe ich in den vergangen Wochen durch Fotopodcasts. Es waren einzelne Beiträge, die mir einen Anstoss gaben, mein Fotografieren weiterzubringen.
Und das habe ich gelernt:
- Die Energie des Fotografen drückt sich im Bild aus. So etwa formulierte es Michael Stein in The Digital Photographie Show #23 (20:15). Diese Aussage lehrt mich, beim Betrachten von Fotos auf die Energie zu achten, die der Fotograf hineingelegt hat. Und beim Fotografieren darauf, dass ich das Bild mit meiner ganzen Energie fülle.
- Bearbeite das Bild so, dass dein Subjekt ohne Störung im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Ein Lehrsatz, den Jeff Curto in Camera Position immer wieder betont. Das heisst:
- Durch Beschneiden störende Elemente entfernen. Update: Beachte dazu Jeffs Episode 37 Hey! Crop it Out!.
- Nachbearbeitung wie man sie in der Dunkelkammer auch gemacht hätte: Bildstellen abdunkeln oder aufhellen.
- Bei der Auswahl der Bilder fragen, ob sie dem entsprechen, was ich mit meinen Fotos ausdrücken möchte. Jeff Curto spricht darüber in seiner Episode 36 Who’s Lookin’ At You? Das lehrt mich, mir zu überlegen, was mein Motor ist, was das gemeinsame Thema meiner Fotos ist. Das ist nicht einfach. Und vielleicht wirkt es auch gekünstelt, wenn ich versuche, meine Fotos noch mit Worten zu erklären. Und doch habe ich ja eine Antwort, wenn mich jemand fragt, warum ich Wände fotografiere. Also, warum nicht den Grund für die Wände einmal festhalten? Und daraus so etwas wie eine Leitidee für meine Fotos machen? Dann könnte ich Fotos auswählen, die dieser Idee am nächsten kommen.
- Fotobücher als Inspiration benutzen. Das ist Ibarionex Perellos Rezept für seine Lernschritte. Sehr eindrücklich erzählt er in The Candid Frame #15 – My Personal Work sich sein Fotografieren entwickelte.
Ich nehme mein Hobby zur Zeit also sehr ernst und lasse mich auf Lernerfahrungen ein. Denn ich möchte meinen Ausdruck durch das Fotografieren noch weiterentwickeln.
Fotopodcasts
Das Photocast Network ist eine Verbindung von einigen englischsprachigen Podcasts zum Thema Fotografie.
Das Netzwerk ist eine Initiative vom Macher von Tips From The Top Floor. Chris Marquardt ist Deutscher, podcastet auf Englisch und das sehr erfolgreich. Mein Liebling unter den Photocasts ist seine Show aber nicht.
Durch das Photocast Network bin ich auf zwei Podcast gestossen, die mich auf der handwerklichen und kreativen Ebene sehr inspirieren.
Mein Liebling ist Camera Position von Jeff Curto. «Camera Position is a podcast about the visual and creative processes in photography, not the technical.»
Auch anregend ist The Candid Frame. Ibarionex Perello führt Interviews mit Fotografen, die von ihren Erfahrungen berichten.
In einem späteren Beitrag will ich versuchen zu beschreiben, was ich aus diesen Podcast gelernt habe.
Gerne höre ich auch den deutschhprachigen Podcast von Chris Marquardt zusammen mit Boris Nienke Happy Shooting.
Und dann höre ich auch noch The Digital Photography Show, die mir aber eigentlich weniger gefällt und doch recht unterhaltend ist. Eine bedeutungsvolle Aussage habe ich darin gehört, die ich dann doch auch im späteren Beitrag, über das, was ich gelernt habe, zitieren will.
Mittels Podcasts bin ich also auch auf dem Arbeitsweg immer mit dem Fotografieren beschäftigt.
Getting Things Done – Löcher stopfen
Sobald an der einen oder anderen Stelle im System ein Loch entsteht, verliert die Methode «Getting Things Done» seine Kraft. Doch einen Weg zurück zur «stressfreien Produktivität» gibt es. Er heisst: Löscher stopfen.
Ich muss zugeben: Erst diese Woche, nach der Rückkehr aus meinen Herbstferien, habe ich GTD wieder ernst genommen. Und bin produktiv in den Arbeitsalltag gestartet. Davor hatte ich den Faden meiner Selbstorganisation zeitweise komplett verloren.
Motivation für einen Neustart mit GTD bekam ich aus dem «Productive Talk»-Podcast. Merlin Mann von 43 Folders spricht darin mit «Getting Things Done»-Autor David Allen über die Methode. In den ersten beiden Folgen geht es um die Löcher, die entstehen, sobald dem System keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt wird. Resultat ist, dass die Dinge, die erledigt werden sollten, einem schwer im Kopf liegen, anstatt verlässlich abgelegt sind.
Davids Ratschlag, um wieder Vertrauen ins System und einen freien Kopf zu kriegen, heisst: Die fünf Stufen wieder pflegen.
Anfang dieses Jahres habe ich mich nach GTD organisiert und darüber in meinem Weblog und meinem Wiki geschrieben. Der Zeitschriftenredakteur Gerhard Pfannendörfer hatte mich damals angefragt, ob er meinen Text «Meine Organisation» abdrucken dürfe. Ich sagte zu. Und heute nun erhalte ich meine Belegexemplare der Zeitschrift «Sozialwirtschaft. Zeitschrift für Sozialmanagement». Auch dabei im Heft ist ein Artikel von Stephan List vom ToolBlog.
Das ist wieder einmal ein schönes Zusammentreffen von Ereignissen, nicht wahr?
Aqui-Brunnen-Foto im Szene-Reise-Führer
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Im Buch «Stadt- & Szene-Führer Zürich» von Matthias Ackeret ist ein Foto von mir abgedruckt.
Auf Seite 53 ist in der Rubrick «Zürich kurios» vom Aqui-Brunnen die Rede. Dazu folgendes Bild von mir:

In der Bildlegende und im Impressum bin ich als Fotograf genannt.
Der Verlag fragte mich ursprünglich wegen des Fotos an, das ich an dieser Stelle in meinem Blog vom Mobiltelefon aus publiziert habe. Ich musste dann mitteilen, dass das gewünschte Bild nicht in der benötigten Auflösung vorhanden sei. Im Archiv fand ich dann aber noch das andere Foto. Ich stellte es dem Verlag gerne zur Verfügung.
Eine solche Zusammenarbeit mit einem Reisbuchverlag finde ich interessant. Als angefressener Hobbyfotograf habe ich noch so manches Zürich-Sujet auf Lager. Und ich bin natürlich auch bereit, auf Wunsch einen Ort zu besuchen.
Einen Einblick in meine Fotoarbeiten gibt meine Sammlung auf Flickr.
Und vielleicht ergibt sich ja dann wieder einmal die Möglichkeit, ein Foto zu publizieren.
