Archiv vom Dezember 2005
Unbenutzbare Bänke [Update]
Bei Regen werden auch die gedeckten Sitzbänke der neuen Bushaltestelle beim Bahnhof Altstetten nass.
Das Regenwasser sammelt sich auf dem Teil der Sitzbank, der nicht überdeckt ist. Von dort läuft das Wasser über die ganze Bank. Auch unter dem Dach lässt es sich nicht im Trockenen sitzen.
Das ist bedauerlich. Denn sonst macht sich, finde ich, das langgezogene Dach und der neugestaltete Platz gut. Erst vor wenigen Wochen ist der neue Altstetterplatz eingeweiht worden. Der Artikel im Quartierblatt ist mir damals aufgefallen, weil er viele negative Meinungen wiedergab. Ich bekam den Eindruck, dass über alles Neue zuerst einmal lautstark genörgelt wird. Genauso wie es bei der Bahnhofstrassebeleuchtung war.
Nun äussere auch ich einen Mangel. Er ist mir heute aufgefallen, weil ich mich gerne gesetzt hätte. Doch leider sind die Bänke so bei Regen unbenutzbar.
[Update, 28.04.2006] Heute schreibt mir per E-Mail das Architektur-Büro, das für die Bänke verantwortlich ist, das Problem sei erkannt. «Wir werden eine Lösung finden!» Das freut mich.
Ein schönes Beispiel, wie Meinungen von Konsumenten in Blogs die Produktentwicklung beeinflussen können. :-)
Oder schreibst du schon?
Kommunizieren Sie noch mit groben Zeichen? Einer Kerbe im Holz? Einem Kreuz an der Decke? Mit willkürlich zusammengesetzten Buchstaben?
Oder schreiben Sie in menschlicher Sprache?
Wenn Sie wollen, dass Ihre Sprache verstanden wird, ist es ein guter Rat, sich an die Regeln zu halten. Es ist die Sprache, die wir miteinander Teilen, die Vertrauen schafft.
Meine Reaktion auf eine Diskussion um die korrekte Schreibweise eines Wortes. Es war ursprünglich so komplett falsch, dass es alles hätte heissen können.
Erkläre es für Vater Boris!

Kampf den Buzzwords. Experten pflegen oft eine Sprache, die Nichteingeweihte kaum noch verstehen.
Einen selbstironischen Umgang mit den Modewörtern pflegt Geek Entertainment TV
. In die Videobeiträge wird jeweils ein Zähler eingeblendet, immer wenn ein Buzzword fällt. Um den Wert klein zu halten, bittet die Interviewerin Irina Slutsky ihre Gesprächspartner so zu reden, dass es auch ihr Vater Boris verstehe.
Kevin Burton von TailRank.com hat das im abgebildeten Beispiel – wenn auch erst nach entsprechender Aufforderung – sehr gut gemacht.
So reden oder schreiben, dass es alle verstehen, ist eine Anforderung an alle Texte. Damit das leichter gelingt, ist es eine gute Hilfe, wenn man sich den Text so vorspricht, also würde man ihn seinem Vater oder der Grossmutter erzählen. Beim Fernsehen sagten wir jeweils, wir texten für Frau Mörgeli aus Schwamendingen.
Geek Entertainment TV
gibt es via iTunes zu sehen.
Beleuchtung der Zürcher Bahnhofstrasse

Ich muss glaube ich hier doch noch meine Meinung zur neuen Weihnachtsbeleuchtung der Zürcher Bahnhofstrasse wiedergeben. Das Thema erregt ja viele Gemüter: in den Leserbriefen auf Blogs und in den Kantinen beim Mittagessen.
Das häufigste Argument von denen, die die neue Beleuchtung ablehnen, ist: «Das hat ja überhaupt nichts mit Weihnachten zu tun.»
Darauf entgegne ich:
- Das könnte man der alten Beleuchtung ebenso gut vorwerfen. Auch sie zeigte keine Weihnachtssujets, keine Sterne, keine Krippe, keine Engel.
- An Weihnachten schmücken wir Haus und Baum. Die neue Beleuchtung ist in dem Sinne weihnächtlich, als dass sie ein Schmuck für die Bahnhofstrasse ist. Sie gestaltet den Strassenzug und macht ihre Grösse deutlich.
- Warum soll ausgerechnet die Bahnhofstrasse der Ort für weihnächtliche Gefühle sein? Zu dieser Jahreszeit herrscht doch besonders viel Hektik, Kommerz und Gier. Wenn ich Besinnung suche, dann setze ich mich lieber in die St.-Peter-Kirche oder das Grossmünster.
- Die neuen Lichter strahlen nicht so warm wie die alten Lämpchen, ja. Sie bieten dafür spannende Effekte. Sie passen ausserdem ausgezeichnet nach Zürich: Technikverliebtheit und Innovation gehören zu dieser Stadt.
Dank den schönen Fotos von Michael Sengers können wir die alte Beleuchtung mit der neuen Beleuchtung vergleichen (via Guru). Also ich finde es eindeutig: Die neue Weihnachtsbeleuchtung hat viel mehr Kraft.
Und sie gibt der Bahnhofstrasse eine Identität. Das sehe ich auch daran, dass schon unsere Tochter das Bild der Lichter sofort erkennt und mit ihrem Erlebnis vom Samichlausumzug in Verbindung bringt.

