Archiv vom Oktober 2005
«Webseiten im Abo mit RSS»
In meinem Internet-Tutorial gibt es ein neues Kapitel:
Darin wird erklärt, was RSS-Feeds sind, wo man sie findet und wie man sie abonniert. In der Art meines Tutorial ist es ein Text, der die grundlegenden Fragen beantworten soll.
Ausgangspunkt ist die Analogie des RSS-Feeds mit einem Zeitungsabonnement. Mir scheint, damit viele Leute abholen zu können. Es ist auch eine Erklärung des englischen Wortes «subscribe», das oft im Zusammenhang auftaucht.
Dieser Text über RSS kommt spät. Die Notizen lagen lange bei mir rum. Dennoch kommt er vielleicht garade rechtzeitig, weil die Verbreitung von RSS-Feeds immer schneller fortschreitet. Damit gibt es immer mehr Webnutzerinnen und -Nutzer, die Antworten auf Ihre Fragen suchen.
Viele Sites, die Feeds anbieten, haben eine «Was ist RSS?»-Seite, auf der das Angebot erklärt werden soll. Mir erscheinen diese Texte meist zu knapp und zu technisch. Mein Tutorial ist nicht technisch, sondern stellt die praktische Anwendung ins Zentrum. Vielleicht bietet sich der Text deshalb als Link an, wenn erklärt werden soll, wie das mit dem XML-Signet und dem RSS-Feed alles funktioniert (etwa wie Peter Hogenkamp einen sucht).
Für Kommentare zum Text wäre ich dankbar.
Links für das Arbeiten mit Sprache
Wer Rat sucht beim Schreiben am Computer, findet im Internet schnell Hilfe. Sprachwerkzeuge, die Fragen zu Rechtschreibung und Grammatik beantworten.
- LEO.org. Ins Suchfeld ein Wort oder eine Phrase eingeben und LEO zeigt Kombinationen und Verwendungsbeispiele in beiden Sprachen an (Deutsch–Englisch oder Deutsch–Französisch). LEO liefert auch die Resultate, wenn man bei Google beispielsweise «freedom en-de» eingibt. Für Firefox gibt es ein LEO-Such-Plug-in.
- Canoo.net. LEO und Canoo verlinken aufeinander. Canoo liefert die Details zur Deutschen Grammatik. Über die Funktion «Wortbildung» erhält man alle möglichen Ableitungen. Es gibt auch einen Rechtschreibe-Prüfer.
- Wortschatz Lexikon. Ist stark in Synonymen. Die erweiterte «Nachschlagen»-Funktion zeigt auch so genannte signifikante Nachbarn. Das sind Wörter die häufig rechts oder links von dem Suchwort auftreten.
- woerterbuch.info. Aufgeräumter als Google: Ein Textfeld und einen «Suchen»-Knopf. Geliefert wird wahlweise die Übersetzung (Deutsch–Englisch/Englisch–Deutsch) oder Synonyme.
Ausserdem: Für Zitate gehe ich als erstes auf Wikiquote.
Passend: The Word Nerds haben ihre liebsten Quellen (Online und Bücher) zusammengestellt. Die interessantesten Links dort für ein vertiefendes Englischstudium finde ich Bartleby.com und Etymonline.com.
Samstags-Gummi-Journalismus
Im «Magazin» vom letzten Samstag schreibt der Journalist Guido Mingels über 15 Jahre Internet. Er stellt Fragen zur Bedeutung auch von Weblogs und kommt zum Schluss, dass das Internet unser Leben höchstens ein bisschen verändert hat.
Peter Hogenkamp und Robert Stark haben dem Journalisten geschrieben und sind nun eingeladen worden, einen Leserbrief zu schreiben.
Damit auch andere ihre Meinung einbringen können, haben sie eine Wiki-Seite eingerichtet: http://nutzbar.jot.com.
Dort habe ich auch einen Kommentar hinterlassen:
Blogs sind damit zwar eine – willkommene – Ergänzung zu den traditionellen Massenmedien, aber sie können kein Ersatz für sie sein.Ein Satz wie dieser ist ja gar nicht so daneben. Ich kann ihm eigentlich zustimmen. Allerdings verneint er einfach etwas, was man nie erwarten würden. Damit wird er schwach und harmlos.
Mir scheint das typisch für den Samstags-Magazin-Journalismus. Es wird ein Thema aufgegriffen, das durchaus kontrovers ist. Es werden offensichtliche, oberflächliche und banale Aussagen zusammengesammelt und in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit aneinander gereiht. Man kann zu jeden Thema alles und nichts sagen.
Nach dem Lesen bleibt Ratlosigkeit zurück. So ging es mir bei diesem Artikel. “So what.” Mich reizt es auch gar nicht gross, auf den Artikel zu reagieren. Guido Mingels wirbelt ein bisschen Staub auf. Was er sagt, kann mich aber kaum aufregen.
Mich erstaunt es nur, das dieser Journalismus am Samstag bei so vielen Leuten so gut ankommt.
Trotzdem finde ich die Blogbeiträge von Robert und Peter gut und richtig:
Robert Stark: Internet: die totale Abrechnung.
Peter Hogenkamp: Leben mit dem Tagi-Magi. Eine Zwischenbilanz.
Jürg Stuker: Der Preisträger der keiner war: Guido Mingels.