Archiv vom April 2005
Meine Bewerbung um eine Flickr-Einladung
Die Fotoplattform Flickr bietet seinen Pro-Nutzern Einladungen an, die sie an Interessiert weitergeben können. Zwei solche Geschenk-Abos hat habi anzubieten.
Ich habe bis jetzt noch keinen Flickr-Account. Ich habe mir nun aber überlegt, mit welchen Argumenten ich mich für eine dieser Einladungen stark machen könnte. Auch wenn habi die Geschenke bereits vergeben haben sollte, sind das Überlegungen, die ich mir jetzt gerne mal mache.Zunächst dies:
Warum ich Flickr bisher nicht nutzte
Vor einiger Zeit überlegte ich mir noch, ob dies eine Folge in der Serie Internetanwendungen, die ich nicht nutze
sein könnte. Ich war der Meinung, dass ich Flickr nicht wollte aus folgenden Gründen:
- Für meine Fotos habe ich meine
Galerieund ich habe auch ein Moblog. - So viel fotografiere ich auch nicht, dass ich regelmässig neue Bilder posten kann.
- Private Bilder will ich nicht öffentlich machen. Geschützte Alben habe ich auch in meiner Galerie.
- Bei einigen Besuchen auf Flickr war ich mir nicht sicher, ob ich mich mit der Benutzung wirklich anfreunden konnte. Dieser Eindruck war zwar in früheren Zeiten stärker. Nach einigen Veränderungen, die es auf Flickr offenbar gab, fühle ich mich wohler.
Warum ich jetzt Flickr will
Ich begründe das so:
- Mich fasziniert das Social Photo Sharing. Meine Fotos werden mir und anderen Menschen mehr Freude machen, wenn sie auf Flickr über Tags mit anderen Bildern verknüpft sind.
- Ich kann häufiger und freier Fotos posten und bin nicht so eingeengt durch die Alben, die ich in meiner Galerie selber angelegt habe.
- Ich will auch etwas zum Tag Panorama beitragen.
- Flickr soll mich dazu inspirieren, häufiger zu fotografieren.
- Die vielen Features und Tools haben einen grossen Spass-Faktor.
- Flickr soll meine Galerie ablösen. Denn das Gallery-Script erscheint mir doch mit der Zeit umständlich. Ausserdem gab es damit Sicherheitsprobleme.
- Ein Verzicht auf die Galerie würde mir einen kleinen Umbau meiner Homepage erlauben. Ich möchte die Site-Navigation loswerden, die sowieso nicht konsistent ist.
Wenn ich das so schreibe, frage ich mich, weshalb ich nicht längst einen kostenlosen Account eröffnet habe …
Ich werde mit Flickr starten – und vielleicht bekomme ich dazu einen Pro-Account geschenkt.
[Update] Hier jetzt offiziell: Meine Flickr-Foto-Seite.
[Update 2, 4. Mai 2005] Mein Dank geht an habi für den Pro-Account.
Was ist Skypecasting? [Update]
Die Ausganslage für den Artikel «Selbst ist die Radioprogramm-Chefin» in der heutigen «Sonntagszeitung» über Skypecasting war mir überhaupt nicht klar. Da heisst es:
Bislang brauchte man spezielle Software, um sich die Amateur-Radioshows [Podcasts] aus dem Netz auf den heimischen MP3-Player zu ziehen. Findige Nutzer wollen das jetzt noch einfacher machen und Podcasting mit dem beliebten Internettelefonprogramm Skype kombinieren. Das Ergebnis sind so genannte Skypecasts.
Das würde heissen, dass Podcast mit Hilfe eines «Podcatching»-Clients wie zum Beispiel iPodder weniger leicht zu beziehen sind als Skypecasts über Skype. Nun, das kann ich nicht so recht glauben. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, wie das mit Skype funktionieren sollte und was die Vorteile wären. Und ehrlich gesagt, habe ich überhaupt noch nie etwas von Skypecasting gehört.
Wenig Verständnis für die Grundannahme des Artikels hatte auch Tanja Dankner vom swisspodcast, die vom Journalisten zum Thema befragt wurde. Wie sie auf die Frage reagierte, ist im Artikel so zitiert: Ich denke, das wäre auf jeden Fall möglich.
Die ganze hilflose Antwort ist im Interview mit dem Journalisten im swisspodcast Nr. 7 zu hören.
Zwar führt Tanja für den swisspodcast via Skype Interviews und das kommt auch sehr gut rüber. Was im Artikel als Skypecasting bezeichnet wird, scheint aber auch Tanja völlig neu gewesen zu sein.
Doch dann lässt der Journalist die Katze doch noch aus dem Sack und verrät uns etwas über die Herkunft des Skypecastings. Der US-Journalist Stuart Henshall habe die Idee dazu gehabt. Und weil Skype die Schnittstellen zu seinem Programm kürzlich offen gelegt hätte, dürften bald Anwendungen auftauchen, die die Verbreitung von Podcasts über das Internettelefonienetzwerk möglich machten.
Schaut man sich Stuart Henshalls Anleitung zum Skypecasting nun aber an, geht es da einzig um die Beschreibung, wie Skype-Konferenzschaltungen auf dem PC aufgezeichnet werden können. Doch weil das nicht immer ganz so einfach ist, haben viele Podcaster ihre eigene Lösung gesucht und gefunden. Tanja und ihr Partner Gustavo zeichnen die Skype-Calls via Audio-Kabel mit einem iRiver-MP3-Player auf, wie Tanja im Interview verrät. Danach wird die MP3-Datei wohl wieder auf den Computer transferiert um dann der Podcast zusammenzustellt.
Jetzt frage ich mich also immernoch, woher der Journalist das mit der Podcast-Verbreitung via Skype hat. Vielleicht aus einem weiteren Beitrag auf Henshalls Weblog. Darin beschreibt dieser, wie bei Anruf über Skype Musik von seinem iPod zu hören ist. Das «Experiment» hat Henshall wieder abgebrochen. Und mir fällt auf, dass der entsprechende Beitrag nicht einen einzigen Kommentar bekommen hat.
[Update: präziserer Schluss] Wenn Skypecasting nun also einfach als Podcast-Interviews aufnehmen mit Skype verstanden wird, dann ist das wohl nicht diesen Hype wert, denn das ist etwas, was selbstverständlich praktisch ist und längst genutzt wird. Sollte mit Skypecasting allerdings tatsächlich eine neue Form der Verbreitung als Konkurrenz zum Podcasting über RSS-Feeds gemeint sein, dann will ich das mal sehen und hören. Wie es scheint wurde hier etwas in einen neuen Begriff hinein interpretiert, was gar nicht stattfindet.
Siehe auch:
Skypecasting?
von Janko Röttgers, Mix, Burn & R.I.P., und den dort verlinkten Artikel bei CNET VoIP calls get podcast treatment
.
Firmen und ihre Blogger
Den Podcast-Beitrag zum Thema Corporate Blogging
auf «IT Conversations» habe ich mir mit grossem Interesse angehört.
In der Gesprächsrunde geht es um folgende Punkte:
- Wie blog-begeisterte Mitarbeiter die Firmenchefs davon überzeugen, ein Firmenweblog zu starten.
- Wie Firmen erfolgreiche Blogger einstellen, damit sie über ihre Produkte schreiben.
- Wie es dazu kommen kann, dass Mitarbeiter wegen ihres Bloggens die Firma verlassen müssen.
- Dass es auch Blogger gibt, die einmal etwas über die Firma schreiben, deshalb aber noch keine Corporate Blogger sind.
- Welche Regeln Firmen für bloggende Mitarbeiter aufstellen könnten.
- Wie Firmen mit dem offenen Meinungsaustausch in Weblogs umgehen sollen.
- Ob zufriedene Kunden die besten Firmen-Blogger wären.
Unten auf der Seite zum Audio-Beitrag finden sich einige gute Links. Mehr zum Thema sammle ich bei del.icio.us unter den Tags corporate+blogs.
Mein Fahrrad
Das ist mein GT-Velo. Das Modell heisst «Nomad», ist also eigentlich ein Tourenbike. Die Sitzposition und das Handling sind sportlich. Ich sitze gut auf dem Brooks-Sattel, bin recht agil und flink. Im Stadtverkehr beschleunige ich schnell und bremse sicher ab. Auf langen flachen Strecken kann ich gut mit hoher Geschwindigkeit und eher hoher Frequenz durchtreten.
In Steigungen hört der Spass bald auf. Meine schlechtesten Velo-Erinnerungen habe ich an eine Passfahrt in Norwegen. Bergauf mag einfach mein physischer Apparat nicht mit.
Jetzt ist das Fahrrad frisch geputzt. Ich will mir vornehmen, dieses Jahr öfters mit dem Velo zu fahren.
Outliner: Strukturierte Ideen
Wer sich etwas von Dave Winer anhört, erfährt bald einmal etwas über Outliner. Zum Beispiel im Interview mit «IT Conversations» oder in einem seiner Podcasts «Morning Coffee Notes».
Outliner helfen beim Strukturieren von Ideen und eignen sich für die Planung von Präsentationen, Artikeln und Podcasts. Stichworte und Gedankenfetzen werden in eine hierarchische Rangordnung gebracht.
Den Austausch dieser strukturierten Informationen erlaubt die Outline Processor Markup Language (OPML).
Via Mac Net Journal bin ich auf den Artikel «Outline Exchange and XML, Part 1: History» gekommen. Darin steht viel grundlegendes über XML. Und ganz oben eine Anzahl Outliner für den Mac, die OPML exportieren und/oder importieren.
Weil ich (wie 3.14a) gerne Freeware habe, ist für mich die Auswahl an Outlinern klein. MyMind ist Donationware und exportiert OPML. Herausragend die Möglichkeit, die Informationen als MindMap anzeigen zu lassen.
Ganz Freeware ist Deep Notes. Es exportiert kein OPML. Hilfreich ist die grosse Kurzbefehle-Palette.
Die Entstehung eines Artikels für eine Zeitung/Zeitschrift
Dies ist die Antwort auf eine Anfrage, in der ich um Informationen über die Entstehung eines Artikels für eine Zeitung/Zeitschrift
gebeten werde.
Bevor ich mit dem Schreiben anfange, gehe ich diese Punkte durch.
- Ich muss wissen, was für eine Geschichte ich erzählen werde. Und wie das für jede gute Geschichte gilt, muss ich sie in einem Satz zusammenfassen können.
- Ich muss genügend und das treffende Material vorhanden haben, um die ganze Geschichte erzählen zu können. Ich gehe meine Notizen durch und falls eine Lücke besteht, muss ich weiter recherchieren.
- Ich muss mir überlegen, welche Personen zu welchem Zeitpunkt auftreten. Wie in einer guten Geschichte gibt es Haupt- und Nebenfiguren. Ich skizziere den Aufbau des Artikels.
Jetzt fange ich zu schreiben an.
- «Der erste Satz soll ein Paukenschlag sein.» Er muss möglichst viele Leserinnen und Leser ansprechen können. Deshalb kann es auch eine allgemeine Aussage sein, die danach sofort auf die Geschichte abgelenkt wird.
- Schreiben und Überarbeiten wechseln sich ab. Ich schreibe die Geschichte Stück für Stück. Dazwischen lese und korrigiere ich jeweils den vorhergehenden Abschnitt.
- Am Ende kommt die Abrundung. Mit dem letzten Absatz muss ich versuchen, die Geschichte so abzuschliessen, dass aus dem Text keine Frage übrig bleibt.
Zum Schluss hilft mir der «Partitur-Test» von Daniel Perrin. Ich lese meine Geschichte durch und versuche sie wie ein Musikstück erklingen zu lassen. Stimmt der Einsatz der Stimmen? Kommt keine zu spät? Ist keine zu laut? Sind keine Störstimmen da?
Auf den Hintergrund achten
Beim Fotografieren oder Filmen von Menschen sollte auf den Hintergrund geachtet werden. Es ist wenig vorteilhaft, wenn sich ein Kirchturm, ein Baumstamm oder ein Hirschgeweih genau hinter dem porträtierten Kopf befindet.
Manchmal halten sich auch die Kameraleute des Schweizer Fernsehens nicht an diese Grundregel der Bildgestaltung:

