Archiv vom Februar 2005

Internetanwendungen die ich nicht nutze. Teil 3: Newsgruppen [Update]

Seit den Urzeiten des Internets diskutieren Menschen in Newsgruppen. Dieser Kommunikationskanal ist ein Fossil des weltweiten Datennetzwerks, der über das Usenet läuft.

Ich verfolge keine der Newsgruppen und habe nur selten die Diskussionsforen bei Fragen konsultiert.Die Newsgroups sind nach Sprachen und Themengebieten organisiert und benannt. Die folgenden Beispiele zeigen das Muster:

de.comp.security.virus

alt.internet.search-engines

talk.politics.misc

Zum Mitmachen braucht es einen News-Client und den Zugang zu einem News-Server.

Als Client dient meist ein E-Mail-Programm (Outlook, Mozilla. Das erklärt auch die umständliche Bezeichnung ‘E-Mail- und Diskussionsforen-Konto-Einstellungen’ unter Bearbeiten im Netscape/Mozilla). Für den News-Zugang richten Sie sich also ein Konto ein, wo Sie die gewünschten Gruppen auswählen können. Einen News-Server stellt der Internetzugang-Anbieter zur Verfügung (bei mir news.hispeed.ch).

Beiträge werden wie eine E-Mail an die Gruppe geschickt. Wer die Gruppe in seinem News-Client abonniert hat, erhält alle Nachrichten und kann darauf antworten. So entstehen Diskussionsstränge, auch Threads genannt.

Google macht alle Newsgruppen zugänglich mit der Suchfunktion Google Groups. Vor einigen Monaten veröffentlichte Google die 20 Year Usenet Timeline und eröffnete damit den Zugriff auf über 800 Millionen Nachrichten seit 1981.

Eine geeignete Gruppe zu finden scheint mir nicht ganz einfach. Eine Beurteilung, wie fundiert tatsächlich diskutiert wird, ist kaum auf einen Blick möglich. Oft treten in vielen Gruppen Missionare in diversen Angelegenheiten auf. Auch Spammer bedienen Diskussionsgruppen gerne. Alle diese Nachrichten auszufiltern, wäre mir zu mühsam.

Auch Diskussionsforen (oder Boards) im Web nutze ich kaum. Vereinzelt stellte ich Fragen im Forum von MacWeb. Im Pivot Support Forum habe ich ein Login und starte ab und zu ein neues Thema.

Update, 04.03.2005: Sandro Feuillet macht vor, wie man RSS Feeds von Google Groups abrufen und so im Feed-Reader lesen kann. Das ist für mich ein praktischer Weg, Diskussionen mitzuverfolgen. Cool.

Wie taggst du?

Unter dem Begriff Folksonomy wird aktuell viel über die Internetservices geschrieben, die mit Tags arbeiten (Flickr, del.icio.us, Technorati und andere). Fotos, Links und Weblog-Beiträge können mit mehreren passenden Schlagwörtern versehen werden. Spannend ist es dann, wer welche weiteren Informationen mit den gleichen Tags bezeichnet hat. So entsteht ein Netz von Informationen und von Quellen.

Die Frage ist jetzt nur, welche Tags zu einer Information die passenden sind. Grundsätzlich ist das Tags-Setzen völlig frei. Will man aber beim weltweiten Verknüpfen teilnehmen und will man, dass seine Informationen gefunden werden, muss man sich schon überlegen, wie taggen.

Ich will dazu mal ein paar Fragen stellen:

  1. Taggst du konsequent englisch?
  2. Verwendest du auch deutschsprachige Schlagwörter?
  3. Taggst du englische Artikel englisch und deutsche deutsch?
  4. Was sagst du zu Tags wie «lang:de» und «lang:en»?
  5. Taggst du «blogs», «blog», «bloggen» oder «weblog»?
  6. «fotografie» oder «fotografieren»?
  7. Bemühst du dich, die Zahl deiner Tags konstant zu halten?
  8. Taggst du nach Regeln oder völlig frei?

A propos: Tags zu diesem Beitrag: , Folksonomy, .

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Was ist das hier?

Weblog von Stefan Bucher seit 2003. Ich fotografiere leidenschaftlich seit meiner Jugend – in den letzten fünf Jahren wieder meist auf Film. Ich teile gerne meine Erfahrungen und berichte über meine Projekte. Mein Zuhause ist in Zürich, Schweiz.