Archiv vom Dezember 2004
Fotografieren mit Blitz
Blitz ist ein schwacher Ersatz für die Sonne. Ist es dunkel oder Sie möchten in Innenräumen fotografieren, sind Sie jedoch auf das Blitzlicht angewiesen. Gerade über die Weihnachts- und Neujahrstage wird wieder viel fotografiert. Die Resultate sind manchmal entäuschend, weil Blitzfotos oft nicht gelingen.
Problem Blitzlicht
Blitzlicht ist Kunstlicht. Eine Kunst ist auch sein richtiger Einsatz. Folgende Eigenschaften führen zu Problemen beim Fotografieren mit Kompaktkameras und eingebautem Blitz:
- Geringe Leistung. Eingebaute Blitzlichter in Kompaktkameras können nur einen kleinen Raum beleuchten. Die Leistung reicht meist nur für rund zwei Meter Distanz. Sind Sie weiter von Ihrem Objekt entfernt, bleibt es trotz Blitz im Dunkeln.
- Frontales Licht. Blitzlicht kommt von vorne und fällt frontal auf das Objekt. Ein Gesicht wird dadurch platt. Ein Kopf wirft einen harten Schlagschatten an die Wand. Eine solche Lichtführung bringt natürliche Formen zum Verschwinden. Ein Blitzfoto zeigt Ihr Gegenüber, wie Sie es unter natürlichen Bedingungen nie sehen.
- Kaltes Licht. Licht hat eine Farbtemperatur. Blitzlicht entspricht in etwa dem Licht der Mittagssonne. Wärmer ist die Sonne am Morgen und am Abend. Warmes Licht verleiht Fotos eine Stimmung von Nähe und Sinnlichkeit. Diese Stimmung geht oft verloren, wenn geblitzt wird.
Abhilfe
Für die drei oben beschriebenen Probleme gibt es Lösungen:
- Kein Blitz oder externer Blitz. Ist Ihr Objekt ausserhalb der Reichweite des eingebauten Blitzes, können Sie eine Langzeitaufnahme ohne Blitz dafür mit Stativ wagen. Das erfordert zwar Experimente, kann aber sehr stimmungsvolle Bilder ergeben. Oder Sie nehmen ein externes Blitzgerät zu Hilfe, das mehr Kraft und zusätzliche Leistung bietet.
- Indirekt blitzen. Mit eingebauten Blitzlichtern ist das leider auch nicht einfach möglich. Externe Blitzgeräte erlauben es, das Licht an die Decke zu richten, von wo es auf das Ojekt reflektiert wird. Das Licht kommt somit von oben (natürlicher als frontal) und ist weicher. Schlagschatten vermeiden Sie, wenn Ihre Motive etwas von der Wand entfernt sitzen.
- Restlicht mitaufnehmen. Auch im dunklen Zimmer hat es Restlicht vielleicht von einer Kerze oder Lampe. Dieses Licht können Sie stimmungsvoll einfangen. Dazu müssen die Kameraeinstellungen etwas abgeändert werden. Wählen Sie eine Belichtungszeit länger als 1/60. So bleibt der Verschluss länger offen und Umgebungslicht fällt durch die Linse. Experimentieren Sie auch mit noch längeren Zeiten. Es treten dann Verwischungseffekte auf, die vielleicht interessant sind.
Siehe auch:
digitalkamera.de: Weihnachten digital.
Agfanet: Blitzfotografie: Kreativität und Technik pur.
Lesen Sie weiter: Fotografieren mit Blitz – Das Interview
Breitband für den Familienfrieden
Seit Vater, Mutter und die Kinder alle über das Heimnetzwerk einen eigenen Breitband-Internetzugang haben, gibt es in der Familie weniger Streit. Statt sich lange anzubrüllen, wird die stritige Frage schnell im Internet geklärt.
Nachlesen in Broadband changes online behavior
.
Update: Nicole Simon beschreibt wie sich ihr News-Verhalten durch das Internet verändert hat am Besipiel der Nachrichten zur Flutwellen-Katastrophe.
Re: Browser für Mac OS 9.2
Hallo Stefan,
hätte gerne einen Tipp von Dir! Welchen Browser ist für Mac OS 9.2 zu empfehlen? Und wo finde ich den Download hierfür?
Danke und Gruß.
Danke für deine E-Mail.
Das ist ein gute Frage. Denn ich denke, ich kenne deine Situation: Mit Mac OS 9.2 ist man leider irgendwie nicht mehr ganz bei den Leuten. Die tollen Neuentwicklungen wie Safari und Firefox gibt es alle nur für Mac OS X.
Ich selber habe relativ spät auf OS X gewechselt und habe lange sogar noch mit OS 8.6 gearbeitet.
Ich habe am liebsten Mozilla 1.2.1 benutzt. Das ist die letzte Mozilla-Version, die auch auf dem klassischen Mac OS läuft. Die Mozilla-Website bietet noch einen direkten Download-Link:
ftp://ftp.mozilla.org/pub/mozilla.org/mozilla/releases/mozilla1.2.1/mozilla-macos9-1.2.1-full.bin
Mozilla 1.2.1 ist sonst auch über die Download-Plattform Versiontracker verfügbar:
http://www.versiontracker.com/dyn/moreinfo/macos/3016
Ich hoffe, du hast Spass an diesem ‘alten’ Mozilla. Ich meine, er leistet doch die beste Arbeit im Web auf Mac OS 9.2.
Viele Grüsse, Stefan
Internetanwendungen die ich nicht nutze.Teil 1: Auktionen
Auf Auktionsplattformen im Internet verkaufen Privatpersonen und Kleinhändler gebrauchte und neue Waren. Käufer bieten um die Wette. Mit Geduld und Glück kauft man so Heissbegehrtes zu Schnäppchenpreisen.
Weltleader bei den Auktionsplattformen ist eBay. In der Schweiz beliebt ist richardo.ch. Kleine Anbieter wie 321win.ch funktionieren gleich. Es wird berichtet, einige Menschen seien durch eBay reich geworden.
Mich spricht diese Art des Einkaufens im Internet nicht an.Der weltweite Marktplatz im Internet wird zwar weit herum mit positiven Attributen beschrieben. Der Kundenservice der privaten und halbprofessionellen Händler sei besser als der grosser Detailhandelshäuser. eBay ist JEKAMI-Globalisierung wie sie nur dank des Internets möglich ist. Unabhängig von den Giganten, bei denen man mit den Kaufpreisen noch die Marketingabteilung bezahlt, kann hier jeder sein Geschäft machen.
Auf der anderen Seite kann eine Banalisierung der Werbung und immer weniger professionelle Beratung befürchtet werden.
Ich klicke mich nicht durch die Angebote mir unbekannter Händler. Die Zahlen des Bewertungssystems zu interpretieren, finde ich lästig. Ich halte nichts vom Nervenkitzel beim Feilschen um den Verkaufspreis.
Wenn ich etwas einkaufen möchte, informiere ich mich in Prospekten, Zeitschriften oder im Web und gehe dann in einen Laden. Ich informiere mich über die Preise, vergleiche und greife beim passenden Angebot zu. Ich bevorzuge es, die Ware sofort in den Händen zu haben. So ist meine Einkaufsfreude am grössten.
In der Favicon Gallery
Das Favicon von stefanbucher.net wurde in die MpP Favicon Gallery aufgenommen.
Michael P. Pierce ist der Sammler, der schreibt: It’s just amazing what some people can make happen in a square that’s just 16 pixels in size
.
Rund 700 Ikönchen sind schon zusammengekommen, viele davon – die bedeutenden – sind kommentiert (meines nicht). Die Galerie ist eine schöne Quelle der Inspiration.
Favicons sind die 16 mal 16 Pixel grossen Bildchen in der Adresszeile, der Favoritenliste oder dem Feedreader, die einer Website eine Identität geben.
Vor einiger Zeit habe ich darüber geschrieben, wie man selber Favicons erstellt.
Tastenkombination einüben
Ich will mir die Tastenkombination Befehl H (für «Hide») angewöhnen. Damit lässt sich ein laufendes Programm ausblenden. Das brauche ich, wenn ich Smultron benutze. Denn Smultron lässt komischerweise nach dem Schliessen einer Datei ein leeres Programmfenster stehen (etwa so, wie ich es bei Word auf Windows gar nicht mag). Die einfachste Methode, Smultron los zu werden, ohne es aber zu beenden, ist, es mittels Befehl H verschwinden zu lassen.
Auch Skype ist bei mir ausgeblendet.
2004: Jahr der Weblogs
Why 2004 was the year of the blog
, fragt BBC Technology und stellt fest, dass in diesem Jahr die Weblogs den Durchbruch geschafft und das Mediengeschehen beeinflusst haben.
Ich verkündete vor einem Jahr schon den Durchbruch der Weblogs und RSS-Feeds
. Die Redaktion der «Digital»-Seiten des «Tages-Anzeigers» rief die Leserschaft auf, ihre Tops und Flops des Jahres mitzuteilen.
Weblogs sind Ausdruck einer beinahe grenzenlosen Meinungsfreiheit. Die Beiträge von Millionen von Bloggern werden über die RSS-Technologie von spezialisierten Suchmaschinen wie Feedster.com erfasst. RSS-Feeds werden von Desktop-Programmen gelesen und zeigen eine Inhaltsübersicht von mehreren Websites an.
Das Surfen im WWW erhält durch Weblogs eine neue Dimension. Schnell und übersichtlich lassen sich Fachbeiträge austauschen, Diskussionen mitverfolgen und Freundschaften pflegen. Es wurde schon spekuliert, Weblogs und RSS-Feeds könnten die E-Mails ablösen.
So weitsichtig war ich vor einem Jahr. Der «Tagi» erwähnte mein Top 2003 nicht. In den Medien findet der Weblog-Erfolg also erst in diesem Jahr statt.
Update: Der Artikel bei BBC Technologie wurde umbenannt und heisst jetzt ‘Blog’ picked as word of the year
.